Wie aus einer Monokultur ein Biotop wird

6.2.2021, 19:00 Uhr
Blick aus östlicher Richtung auf die Schwanstettener Ortsteile Furth und Schwand mit den sie umgebenden großen Waldflächen. Der Verein für Interkommunales Kompensationsmanagement im Mittelfränkischen Becken unterstützt seine Mitglieder in Bezug auf Ausgleichsflächen.

Blick aus östlicher Richtung auf die Schwanstettener Ortsteile Furth und Schwand mit den sie umgebenden großen Waldflächen. Der Verein für Interkommunales Kompensationsmanagement im Mittelfränkischen Becken unterstützt seine Mitglieder in Bezug auf Ausgleichsflächen. © Foto: Hajo Dietz, Nürnberg Luftbild

Aus einer Mais-Monokultur wird beispielsweise eine Streuobstwiese mit einheimischen Krautpflanzen, aus einem Fichtenforst ein extensiv genutzter Mischwald mit Höhlenbäumen und Blühstreifen. So wird ganz nebenbei auch das Landschaftsbild in Franken gefördert und erhalten.

Hoher Bedarf

Der Bedarf an solchen Ausgleichsflächen, um den Anforderung des Natur- und Landschaftsschutzes nach zu kommen, ist seitens der Städte und Gemeinden groß und wächst zusehends. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden und dabei nicht nur auf kommunal begrenzte Ressourcen zurückgreifen zu können, wurde der Verein für Interkommunales Kompensationsmanagement im Mittelfränkischen Becken (IKoMBe) gegründet.

Der Verein zählt aktuell zwölf Mitglieder. Neben den Kommunen aus der Region wie Schwabach, Schwanstetten, Georgensgmünd und Röttenbach gehören dem Verein unter anderem auch die Städte Erlangen, Herzogenaurach und Nürnberg an.

"Die kommunale Familie arbeitet kostendeckend ohne Renditedenken auf Augenhöhe zusammen, um für das Gemeinwohl bestmögliche Ergebnisse zu erzielen", sieht der Vorsitzende von IKoMBe, Schwanstettens Bürgermeister Robert Pfann, den ganz besonderen Mehrwert des Vereins.

Verein als Ansprechpartner

Daneben ist der Verein die erste Adresse, an die sich Grundstückseigentümer, Landwirte und Privatleute wenden können, wenn sie ungenutzte Flächen für den Naturschutz bereitstellen wollen und einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Biodiversität leisten möchten.

Ob verkaufen, verpachten oder das Eröffnen eines lukrativen Ökokontos, die Möglichkeiten und Konzepte dafür sind vielfältig. Die neue Homepage des IKoMBe e. V. – www.kompensationsmanagement.de – gibt erste Antworten auf verschiedene Fragen, erklärt die Aufgabe und Struktur des Vereins und hält ein Kontaktformular für alle Interessierten bereit, die sich unverbindlich über Möglichkeiten informieren möchten oder Fragen rund um das Thema Kompensationsmanagement haben.

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