Verkehrsalternative

Ab Freitag sind in Schwabach die E-Scooter los!

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 05.10.2016..FOTO: Roland Fengler..MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait: Robert Gerner..ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Robert Gerner

Schwabacher Tagblatt

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30.9.2021, 06:04 Uhr
In Nürnberg gehören die E-Scooter längst zum Straßenbild. In Schwabach sind ab 1. Oktober 175 Miet-Scooter im Einsatz.

In Nürnberg gehören die E-Scooter längst zum Straßenbild. In Schwabach sind ab 1. Oktober 175 Miet-Scooter im Einsatz. © imago images/Achille Abboud, NN

Die Firma Bolt stellt 175 E-Scooter im Stadtgebiet zur Verfügung. Diese können nach dem Einloggen in der Bolt App (für iOS, Android und Huawai) genutzt werden.

Abgerechnet wird über die hinterlegten Kontodaten nicht nach Kilometerleistung, sondern nach Nutzungsdauer. Wer seinen Weg also mit dem Scooter zurückgelegt hat, der muss sich auch wieder ausloggen. Dieses Ausloggen funktioniert aber dank GPS nur an ausgewählten Orten (siehe Karte unten). Damit wird verhindert, dass die Scooter in großer Zahl in der Fußgängerzone herumliegen oder möglicherweise im Fluss landen.

...dann läuft die Uhr einfach weiter

Das heißt: Wer den flotten Flitzer auf Plätzen abstellt, die dafür nicht vorgesehen sind, kann die Uhr nicht stoppen. Es wird dann von Minute zu Minute teurer. In Schwabach nicht abstellen und sich anschließend ausloggen kann man den E-Scooter zum Beispiel in der Innenstadt, im Waldfriedhof oder im Stadtpark.

Auf dieser Karte ist zu sehen, wo man mit dem E-Scooter fahren darf (grüner Bereich) und wo man ihn nicht abstellen darf (gelbe Bereiche, teils von der grünen Zone überlagert). Das heißt: Abstellen darf man das Fahrzeug dort theoretisch schon, aber man kann sich dann nicht ausloggen, die Uhr tickt immer weiter, für den Nutzer wird es immer teurer.

Auf dieser Karte ist zu sehen, wo man mit dem E-Scooter fahren darf (grüner Bereich) und wo man ihn nicht abstellen darf (gelbe Bereiche, teils von der grünen Zone überlagert). Das heißt: Abstellen darf man das Fahrzeug dort theoretisch schon, aber man kann sich dann nicht ausloggen, die Uhr tickt immer weiter, für den Nutzer wird es immer teurer. © Stadt Schwabach, NN

Wichtig für E-Scooter-Neulinge: Die Fahrzeuge sind eigentlich nur auf Radwegen und Radfahrstreifen sowie in Fahrradstraßen erlaubt (wobei es in Schwabach bislang nur am Siechweiher eine "Probe-Fahrradstraße" gibt). Nur wenn Radwege, Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen fehlen, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Auf dem Gehweg und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung sind E-Scooter verboten. In der Fußgängerzone muss in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

Und auch wenn die Abstellmöglichkeiten definiert sind: Die Fahrer müssen sie am Ende schon so parken, dass der Gehweg insbesondere mit Kinderwägen, Rollstühlen oder Rollatoren noch problemlos genutzt werden kann.

Promille-Grenze!

Eine Helmpflicht besteht nicht, das Tragen eines Helms wird nur empfohlen. Aber: Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrerinnen und -fahrer: für erfahrene Lenker also 0,5 Promille, für junge Leute, die erst frisch ihren Führerschein haben, gilt absolutes Alkoholverbot. Sonst könnte der Schein schnell weg sein. Ebenfalls wichtig: Die Scooter sind nur für eine Person zugelassen.

Benutzen darf man den kleinen Flitzer in einer "grünen Zone", die die Stadt definiert hat. Dazu gehört nicht nur die Kernstadt, dazu gehören auch die meisten Stadtteile wie Wolkersdorf, Dietersdorf, Limbach (Bahnhof!) und Unterreichenbach. Lediglich bis nach Schaftnach sowie bis nach Ober- und Unterbaimbach sowie bis nach Obermainbach reicht die grüne Zone nicht.

Regelmäßig aufgeladen

Der Betreiber der E-Scooter, die Firma Bolt, weiß dank GPS-Tracking immer, wo sich die Mietfahrzeuge befinden. Regelmäßig werden sie eingesammelt und der Akku über Nacht aufgeladen. Das System muss sich erst allmählich einspielen.

In der Regel werden an einzelnen Standorten bis maximal fünf Scooter stehen. Aber wenn der Bedarf beispielsweise am Bahnhof größer und an den Schulen geringer sein sollte, dann kann es auch immer wieder zu Verschiebungen kommen.

Wichtig: Sollte es Probleme geben, dann müssen sich die Nutzer der Scooter nicht an die Stadt wenden, sondern direkt an die Firma Bolt, die solche Mietmodelle schon in vielen Städten in Deutschland und im Ausland anbietet: Telefon (030) 568 373 989, E-Mail Germany-rentals@bolt.eu, Internet https://bolt.eu/de/report-scooter.

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