Mehrere Glätteunfälle im Landkreis

Auf Schnee in den Gegenverkehr: Schwerer Unfall bei Wendelstein

29.11.2021, 12:38 Uhr
Der Kleinwagen der entgegenkommenden Autofahrerin wurde massiv verformt, die Frau eingeklemmt.

Der Kleinwagen der entgegenkommenden Autofahrerin wurde massiv verformt, die Frau eingeklemmt. © Vifogra, Eberlein, NN

Der Fahrer eines Mercedes, der in Richtung Sperberslohe unterwegs war, kam unweit der Abzweigung nach Dürrenhembach auf teils schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern und kollidierte mit seinem Auto frontal mit einem entgegenkommend Peugeot. Dieser wurde massiv verformt und die Fahrerin eingeklemmt. Mit schwerem technischen Gerät brauchte die Feuerwehr eine Dreiviertelstunde, um die Schwerverletzte zu befreien.

Zuvor hatten die Einsatzkräfte wegen der Straßenverhältnisse schon Probleme gehabt, schnell zur Unfallstelle zu kommen. "Wir hatten glatte Fahrbahn und Schneeeinbruch. Da brauchen die Einsatzkräfte natürlich länger und müssen langsamer fahren". so Kreisbrandrat Christian Mederer.

Später landete auch ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle, transportierte die schwerverletzte Peugeot-Fahrerin jedoch nicht ab. Ebenso wie der Unfallverursacher brachte sie der Rettungsdienst in eine nahegelegene Klinik. Auf Anforderung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter eingeschaltet.

Auch in Roth und Spalt kam es zu Glätteunfällen. In der Rother Bahnhofstraße stürzte am späten Samstagabend (27. November) eine 32-jährige Radlerin. Sie zog sich Prellungen zu und wurde ins Krankenhaus gebracht. Ihr Schutzhelm habe sie wohl vor schlimmeren Folgen bewahrt, so die Polizei.

Bei Eis gegen Geländer und Laterne

In Spalt war ein 22-Jähriger mit seinem BMW am Sonntagmorgen (28. November) in der Güsseldorfer Straße unterwegs. Auf der Brücke über die Rezat geriet der Wagen bei Eisglätte ins Rutschen und kollidierte mit dem Brückengeländer und einer Straßenlaterne. Der junge Mann blieb unverletzt, wie hoch der Schaden ist, muss noch festgestellt werden.

Generell appelliert Kreisbrandrat Mederer bei Eis und Schnee an alle Verkehrsteilnehmer: "Fuß vom Gas! Langsam fahren, lieber dauert es etwas länger, bis man in die Arbeit kommt. Und dem Winterdienst Vorrang lassen, damit auch die Streumittel wirken können."


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