Mittwoch, 14.04.2021

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Diese Investitionen werden sich auszahlen

Der drei Millionen Euro teuere Mittelschulanbau in Wendelstein wurde gestern eingeweiht - 20.10.2012 09:44 Uhr

Bloß nicht zu viel füttern: Die Planer Stefan Schüller (re.), Jens Gömmel (Mi.) und Hans Kollischon (2.v.li.) überreichten einen eher ungewöhnlichen Papp-Schlüssel an Bürgermeister Werner Langhans (2.v.re.) und Schulleiter Manfred Siegl (li.).

19.10.2012 © Gerner


Klar: Nicht jedes Jahr fließen 33 Millionen Euro in ein einzelnes Projekt, auch wenn diese 33 Millionen nicht in erster Linie aus Wendelstein, sondern vor allem vom Landkreis (und damit von allen 16 Gemeinden in diesem Landkreis) kamen.

Doch im Windschatten des Gymnasium-Neubaus hat die Marktgemeinde Wendelstein auch eifrig den Mittelschul-Ausbau vorangetrieben. Drei Millionen Euro, davon kamen 750000 Euro als Zuschuss vom Staat, wurden in den vergangenen Jahren in einen Anbau gesteckt. Gestern wurden die neuen Räume, die schon seit September genutzt werden, offiziell ihrer Bestimmung übergeben. „Es war die richtige Investition in unseren Bildungsstandort“, sagte Bürgermeister Werner Langhans beim Festakt im neuen Zeichensaal.

Für das Geld bekam die Schule eine Mensa mit 75 Sitzplätzen, Küche und Nebenräumen. Außerdem den oben genannten Zeichensaal mit Nebenraum, eine Schülerbibliothek, ein Klassenzimmer und drei Gruppenräume für die Nachmittagsbetreuung sowie einen Aufzug. „Jetzt hat die qualifizierte Ganztagesbetreuung auch räumlich optimale Voraussetzungen bekommen“, freute sich Rathauschef Langhans.

Immer wichtiger

Diese Ganztagesbetreuung wird tatsächlich immer wichtiger. Im laufenden Schuljahr gehen bereits 100 der 227 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule in Ganztagesklassen, entweder in gebundener oder in offener Form. Kein Wunder, dass Schulleiter Manfred Siegl von „einem Stück Zuhause für unsere Kinder“ sprach.

Von den neuen Räumen haben nicht nur Wendelsteiner Kinder etwas, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus Allersberg. Mit der dortigen Mittelschule kooperiert Wendelstein schon seit über einem Jahrzehnt. Gemeinsam bildet man auch einen Mittelschul-Verbund, zu dem allerdings Schwanstetten – zum Bedauern von Werner Langhans und von Rektor Manfred Siegl – nicht mehr gehört. Die Schwanstettener mussten nach einigem hin und her beim Verbund Schwabach Stadt und Land bleiben. Noch allerdings sind Schwanstettener Kinder in den Klassenstufen sechs bis zehn an der Mittelschule Wendelstein. Deshalb gehörte gestern zu den rund 50 Gästen des Festakts auch Schwanstettens Bürgermeister Robert Pfann.

Viel Gehirnschmalz und Beton

Architekt Stefan Schüller machte deutlich wie viel Gehirnschmalz und wie viel handwerkliche Leistung in dem Anbau steckt. 10000 Ingenieursstunden habe man investiert, aber auch 700 Kubikmeter Beton und 80 Tonnen Stahl verbaut. In den Wänden des Anbaus würden 20 Kilometer Leitungen laufen. Energetisch sei das mit dem Altbau verbundene Gebäude dank einer 20 Zentimeter dicken Dämmung, dank dreifachverglaster Fenster und dank der kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung um 50 Prozent besser als die neue Energiesparverordnung vorgebe.

Schüller und seine beiden Kollegen Hans Kollischon und Jens Gömmel vom Büro Kollischon überreichten Bürgermeister Langhans und Schulleiter Siegl den obligatorischen Schlüssel, auf dem in roten Lettern auf grünem Hintergrund „Feed me up“ stand. Das bezog sich nicht nur auf die richtige Ernährung in der Mensa, sondern auch auf das richtige „Füttern“ mit Informationen im Schulalltag.

Zu den Gratulanten zählten Karlheinz Pfahler vom Schulamt Roth, der selbst 16 Jahre in Wendelstein unterrichtet hat, Stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Elena Schröter und der Lehrerchor der Mittelschule.

Am meisten Beifall bekamen jedoch die, für die die Schule gemacht ist: die Schülerinnen und Schüler. Sie trugen ihr Scherflein zur Eröffnungsfeier mit zwei Bläserstücken, mit Sketchen in englischer Sprache und einem Tanz bei. Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrer Norbert Heinritz und sein katholischer Kollege Michael Kneißl.

Nachmittags-Programm

Und nachdem der offizielle Teil der Veranstaltung abgehakt war, mussten die Gäste noch längst nicht nach Hause gehen. Sie konnten sich von der Qualität des Mensa-Essens (Firma Apetito) überzeugen und sich am Nachmittag – gemeinsam mit vielen Eltern – einer Führung durch den neuen Gebäudetrakt anschließen.

rog

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