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Droht Hängepartie?

Fataler Verfahrensfehler beschäftigt den Deutschen Kegelsport. - 12.05.2020 11:11 Uhr

Noch liegen die Kugeln still auf den Kegelbahnen. Ob sich in dieser Saison an diesem Zustand überhaupt noch etwas ändert oder ob die restlichen Spieltage noch ausgetragen werden müssen — alles ist offen in diesen turbulenten Tagen.


Mit diesem Beschluss preschte der Bezirk Mittelfranken vor, während der sogenannte "Drei-Stufen-Plan" des DKBC (Deutscher Keglerbund Classic), an dem sich auch der Bayerischer Sportkegler- und Bowlingverband orientierte, eine ganz andere Vorgehensweise in Verbindung mit der Corona-Pandemie favorisierte. Dieser Drei-Stufen-Plan sollte nach und nach die noch offenen sportlichen Fragen abarbeiten. Nachdem Plan A (die beiden ausstehenden Spieltage am 9./10. Mai beziehungsweise 16./17. Mai nachzuholen) bereits verstrichen war, sollte nun Plan B und die damit verbundene Fortführung des Spielbetriebs am 23./24. Mai beziehungsweise 30./31. Mai greifen.

Auf Grund der aktuell gültigen Verordnungen der bayerischen Staatsregierung ist es jedoch absehbar, dass auch in den nächsten Tagen und Wochen an eine Fortführung der Saison nicht zu denken gewesen wäre. Somit hätte das Präsidium "Plan C" (also den Abbruch der Saison auch auf Bundes- und Verbandsebene) in Kraft gesetzt.

Revision durch den DKBC

Gegen diesen "Plan C" war allerdings von Seiten eines Bundesliga-Vereins aus den neuen Bundesländern Einspruch eingelegt worden, dem durch den DKBC-Rechtsausschuss schließlich auch stattgeben wurde. Hintergrund des Einspruches war ein Verfahrensfehler durch den Verband. Bei der Aufstellung des "Drei-Stufen-Planes" hätte nämlich der sogenannte "Ländersportrat" hinzugezogen werden müssen, was versäumt worden war. Damit konnte also Plan C des Drei-Stufen-Planes nicht in Kraft treten.

Wie es nun weiter geht? Zunächst einmal hat das Präsidium des DKBC angekündigt, Revision gegen das Urteil des DKBC-Rechtsausschusses bei der nächsten Instanz einzulegen. Zudem soll der Ländersportrat am 13. Juni einberufen werden. Vorstellbar sei aber auch eine Entscheidung über Plan C im Umlaufverfahren zu einem früheren Zeitpunkt.

In einem Schreiben an alle Bundesligamannschaften, seine Landesverbände und Landessportwarte appellierte das DKBC-Präsidium an die Solidarität der Bundesligamannschaften, damit die Saison 2019/20 "zu einem vernünftigen Ende kommen kann!" Wenn nicht, dann könnte die Konsequenz sein, dass die Saison 2019/20 mit den beiden letzten Spieltagen auch nach dem 30. Juni nicht beendet sein kann. Weitere Folge dieses Szenarios wäre wohl, dass der Start der neuen Saison unter Umständen nach hinten verschoben werden müsse.

Wie sich das Ganze möglicherweise noch auf die Situation im Bezirk Mittelfranken ausüben könnte? Man weiß es nicht. Ob der vom Bezirksausschuss getroffene vorzeitige Saisonabbruch doch noch einmal aufs Tablett kommen wird? Die Antworten auf diese Fragen dürften bestimmt nicht leicht fallen.

ROLAND JAINTA

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