Donnerstag, 22.08.2019

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Dubiose Substanz verspritzt: Groß-Einsatz in Schwabach - Polizisten verletzt

Fünf weitere Menschen kamen mit Flüssigkeit in Berührung - Kripo ermittelt - 14.08.2019 20:35 Uhr

Ein größeres Aufgebot an Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften ist im Einsatz. © Jürgen Karg


Der Materialaufwand ist gewaltig. Mit großen Rollkisten, schwerem Atemschutz und großen Planen rückte die Feuerwehr an. Ein Einsatzfahrzeug reiht sich in der Hartliebstraße, einem gutbürgerlichen Wohngebiet im Norden Schwabachs, an das nächste. Hier, darauf deutet zumindest vieles hin, eskalierte am Mittwochnachmittag ein Nachbarschaftsstreit. Eine Person verspritzte eine Flüssigkeit, deren Herkunft und Art noch völlig unklar ist. Dementsprechend vorsichtig agieren die Retter.

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Dubiose Substanz verspritzt: Sieben Verletzte in Schwabach

Mit schwerem Atemschutz rückte die Feuerwehr an: Am Mittwochnachmittag ist im Schwabacher Norden ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. Laut Angaben der Polizei verspritzte eine Person darauf eine unbekannte Substanz. Mindestens sieben Menschen, darunter zwei Polizisten, wurden verletzt - sie erlitten Atemwegsreizungen. Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Großaufgebot vor Ort.


Die Feuerwehr sperrt derzeit das Areal rund um die Hartliebstraße ab, im Lauf des Tages waren etwa 150 Retter im Einsatz. Die Substanz befindet sich zwischen zwei Wohnanwesen, die vorsorglich geräumt werden mussten. Ein Gefahrenguttrupp ist im Einsatz, die Experten dekontaminierten bereits einige Stellen auf dem Grundstück. Sieben Personen wurden bei dem Vorfall verletzt, so die Polizei - darunter auch zwei Beamte, die die Dämpfe eingeatmet haben. Dabei gehe es aber nicht um schwerwiegende gesundheitliche Probleme, die Betroffenen klagen über Atemwegsreizungen und Übelkeit.

Die Person, die die Substanz verspritzte, sei bekannt, bestätigt die Polizei. Ob sie festgenommen wurde, bleibt zunächst unklar. Die Kripo ist in die Ermittlungen eingebunden. Experten sicherten noch am Mittwochabend Spuren in der Hartliebstraße - es geht um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung. Die Schwabacher Feuerwehr hat eine Probe der Substanz genommen, sie wird nun im Labor kriminaltechnisch untersucht. "Das wird aber einige Tage dauern", sagte ein Polizei-Sprecher. "Wichtig ist, dass davon aktuell keine Gefahr mehr ausgeht."


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