Fahrer blieben unverletzt

"Gleicht einem Wunder": Trümmerfeld nach heftigem Laster-Unfall auf fränkischer Autobahn

Tobi Lang
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Redakteur

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30.11.2022, 14:19 Uhr
Der Laster fuhr mit voller Wucht auf ein Stauende auf - die Kabine wurde völlig demoliert. 

© vifogra Der Laster fuhr mit voller Wucht auf ein Stauende auf - die Kabine wurde völlig demoliert. 

"In dem Fall gleicht es einem Wunder", sagt Gerhard Grad mit etwas Abstand der Agentur Vifogra. Das, worüber der Leiter der Feuchter Verkehrspolizei spricht, ist ein Unfall, der auch bei den Rettern schlimmste Befürchtungen auslöste: Ein Laster fuhr am Dienstagnachmittag auf der A6 bei Kammerstein mit voller Wucht auf einen 40-Tonner auf. Der ersten Streife, sagt Grad, "bot sich ein dramatisches Unfallbild".

Tatsächlich blieben die Fahrer der tonnenschweren Gefährte unverletzt. "Es war Glück im Unglück", sagt Grad - aber eben auch Physik. "Der Anstoßpunkt war seitlich versetzt, sodass die Energie in eine Drehbewegung umgewandelt wurde." Die Kabine des Lasters wurde zwar komplett zerstört - die Energie übertrug sich aber eben auf andere Teile. "Er konnte, weil er offensichtlich angeschnallt war, unverletzt aussteigen", sagt der Leiter der Verkehrspolizei. "Gott sei Dank, wie wir finden."

Polizei ermittelt nach A6-Unfall

Immer wieder kommt es auch in Franken zu schweren Lasterunfällen. Grad weiß das. "Bei ähnlichen Schadensmeldungen hatten wir schon oftmals Tote und Schwerverletzte zu beklagen", sagt der Experte der Agentur Vifogra. Die Polizei mutmaßt, dass oft Ablenkung im Spiel ist - beispielsweise durch technische Geräte. "Man verlässt sich auf viel auf das teilautonome Fahren mittlerweile", sagt Grad. "Aber den Fehler macht in der Regel doch der Mensch."

Bei dem Unfall auf der A6 bei Kammerstein laufen die Ermittlungen der Polizei, ein Gutachter nahm noch am Dienstag die Arbeit auf. Die Autobahn in Richtung Nordosten blieb zwar mehrere Stunden teilgesperrt, der Rückstau hielt sich allerdings in Grenzen.