Grundstein zum Jubiläum

14.3.2013, 09:28 Uhr
Regionalbischof Professpr Dr. Stefan Ark Nitsche setzte zusammen mit Modellschreiner Reinhold Schleier vor einem großen Publikum den Jubiläumsgrundstein vom Kirchenmodell.

Regionalbischof Professpr Dr. Stefan Ark Nitsche setzte zusammen mit Modellschreiner Reinhold Schleier vor einem großen Publikum den Jubiläumsgrundstein vom Kirchenmodell. © Klaus Waldmüller

Am Ende des Festgottesdienstes legte Regionalbischof Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche den Grundstein vom Holzmodell der Georgskirche.

Gewaltige Aufgabe

Es war das letzte Friedensjahr vor dem Ersten Weltkrieg, als die Dietersdorfer den Grundstein für ihre neue Kirche legten. Eine gewaltige Aufgabe mit einem positiven Ausgang, wie heute 100 Jahre später unschwer zu erkennen.

Unterhalb der Kanzel ist der Grundstein der Georgskirche mit der eingemeißelten Inschrift „Am Sonntag „Lätare“ den 10. März 1913 wurde der Grundstein gelegt.“ zu finden.

Steine waren auch das Thema des Festgottesdienstes anlässlich des Auftaktes für das zweijährige Jubiläum. Genauer gesagt: Grundstein, lebendige Steine und Stolpersteine. Das richtige Setzen des Grund- und Ecksteins ist die Basis für ein handwerklich solides Bauwerk.

Lebendige Steine

„Der Eckstein der Christen ist im übertragenen Sinn Jesus Christus“, so Regionalbischof Stefan Ark Nitsche in seiner Ansprache, „und die Gemeindemitglieder symbolisieren mit ihrem Dienst in der Kirchengemeinde die lebendigen Steine“. Mit ihrem Wirken haben sie dabei allerlei Stolpersteine des Lebens zu überwinden.

Für Nitsche ist die Kirche dort, wo Menschen sich begegnen, umkehren und Gemeinschaft finden können. Diese drei Elemente machen den steinernen Bau Kirche zu einem lebendigen Ort, zu einer Wohnung.

Diese Metapher der lebendigen Steine finden sich auch auf dem Jubiläumsplakat mit der abgebildeten Georgskirche wider. Begriffe wie Vertrauen, Gemeinsamkeit, Leben stellen die freien und lebendigen Steine dar, welche die Fundamente einer funktionierenden Gemeinde sind.

Gemeinsamkeiten gibt es in Dietersdorf auch in der Ökumene. „Sei gegrüßt du Begnadete“, waren die Grußworte vom katholischen Pfarrer Edmund Wolfsteiner an die Georgskirche. „Die kleinere katholische Hedwigskirche auf dem gegenüberliegenden Berg grüßt als die kleine Schwester ihren großen Bruder sowie die Geschwister im Glauben“, so Wolfsteiner weiter. Schließlich feiern beide Kirchengemeinden im Jubiläumsjahr gemeinsam das Johannisfeuer bei „Georg trifft Hedwig“.

„Fels in der Brandung“

Stolz und glücklich machen Oberbürgermeister Matthias Thürauf die Gemeinsamkeiten im Ort Dietersdorf. Er sieht die Georgskirche als „Fels in der Brandung“, wenn er die letzten 100 Jahre so betrachtet.

Der Festausschuss wollte das 100-jährige Jubiläum nicht einfach auf die klassische Art und Weise feiern. So kam den Verantwortlichen die Idee, das Fest parallel zum Kirchenbau 1913/1914 aufzuziehen. So zieht sich der Bau eines Holzmodell der Georgskirche wie ein Leitfaden durch die beiden Jubiläumsjahre. Die einzelnen Bauabschnitte werden zeitversetzt zum Originalbau am Holzmodell nachvollzogen. Nach der Fertigstellung dieses soll das Spielhaus für die Kinder im Kirchengarten weiter zur Verfügung stehen.

Aus diesem Grund setzte Regionalbischof Stefan Ark Nitsche am Ende des Festgottesdienstes zusammen mit den Beteiligten des Festausschusses und Oberbürgermeister Thürauf den Grundstein vom Holzmodell der Georgskirche.

Dieser symbolische „Mauerakt“ wurde anschließend mit einem Festschmaus, gekocht wie vor 100 Jahren, gefeiert.

Die Georgskirche ist ab sofort für Besuche täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

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