Kartoffelverarbeiter Henglein will schon wieder wachsen

27.4.2021, 17:00 Uhr
Das neue Verwaltungszentrum von Henglein ist noch gar nicht fertig, schon wird an eine erneute Erweiterung gedacht. Im hinteren Teil des Geländes, Richtung Beerbach, sollen neue Produktionshallen entstehen.

Das neue Verwaltungszentrum von Henglein ist noch gar nicht fertig, schon wird an eine erneute Erweiterung gedacht. Im hinteren Teil des Geländes, Richtung Beerbach, sollen neue Produktionshallen entstehen. © Foto: Robert Gerner

Richtung Osten sollen mehrere neue Produktionshallen entstehen. Dazu muss die Stadt Abenberg den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan aufstellen. Beides hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig getan.


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Es geht dabei um eine Fläche von fast 2,6 Hektar, die bislang noch im "Außenbereich" liegt. Die Henglein-Hallen werden künftig bis nahe an das kleine Gewerbegebiet "Karlohe" bei Beerbach heranreichen.

Henglein-Produkte sind der Renner

Henglein ist zweifellos einer der Gewinner in der Coronakrise. Er verkauft seine Produkte (Kloßteig, Mini-Knödel, Gnocchi, Schupfnudeln, Pizzateig, Blätterteig, Hefeteig und manches andere) weniger an die darbende Gastronomie, sondern mehr über die Supermärkte und Discounter in ganz Europa.


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Seit einem Jahr wird zu Hause mehr gekocht, davon profitiert auch der Wassermungenauer Familienbetrieb, der inzwischen einer der größten Kartoffelverarbeiter in Deutschland ist. Er will jetzt den Produktionsstandort Wassermungenau stärken und im Fränkischen auch Dinge herstellen, die bislang nur im Zweigwerk Klosterhäseler (Sachsen-Anhalt) produziert wurden.

Mehr als 1000 Mitarbeitende

Die Henglein-Gruppe erzielt einen Umsatz von knapp 200 Millionen Euro im Jahr. Sie beschäftigt laut Firmen-Homepage derzeit mehr als 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Großteil davon im Stammwerk Wassermungenau. Henglein ist damit einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Roth.

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