Donnerstag, 29.10.2020

|

zum Thema

Nach Beirut-Explosion: Fränkisches Feuerwehrauto im Katastropheneinsatz

Das damals schon 38 Jahre Auto wurde 2015 aussortiert - 06.08.2020 16:35 Uhr

Das von der Gemeinde Rohr 2015 gespendete Feuerwehrauto mit dem Gemeindewappen an der Tür beim Einsatz in Beirut.

© Screenshot: Roland Betsch


Die Bilder aus Beirut erschüttern die Welt. "Bestürzung und Mitgefühl", das war auch die spontane Reaktion des Rohrer Feuerwehrkommandanten Roland Betsch auf die verheerende Explosion im Libanon. Sofort ist ihm aber auch ein zweiter Gedanke gekommen: "In Beirut, da ist doch unser Auto."


Deutsche Diplomatin bei Explosion in Beirut getötet


2015 hatte die Gemeinde Rohr auf Vorschlag der Feuerwehr ein damals schon 38 Jahre altes, aber noch funktionsfähiges Tanklöschfahrzeug ausrangiert und dem Verein "Orienthilfe" gespendet. Diese vom bekannten Kabarettisten Christian Springer gegründete Organisation unterstützt Krisenländer im Nahen Osten. Der Wagen aus Rohr war damals in Beirut gelandet — bei den "First Respondern", einem Verein, der ohne staatliche Hilfe Feuerwehraufgaben übernimmt.

Bilderstrecke zum Thema

Schwere Explosion in Beirut: Hafengebiet völlig verwüstet

In der libanesischen Hauptstadt Beirut hat am Dienstag eine schwere Explosion mehr als hundert Menschen getötet, tausende wurde verletzt. Das Unglück ereignete sich auf einem Areal im Hafen der Küstenstadt. Die Schäden sind immens, auch umliegende Wohngebäude wurden zerstört. Zahlreiche Menschen wurden obdachlos.


Auf deren Facebook-Seite (Stichwort First Responder District Beirut) ist ein Bericht des Senders MTV Lebanon News zu sehen, der — nach etwa elf Minuten — auch das Rohrer Fahrzeug im Einsatz in den Trümmern zeigt. "Die Kameraden dort vor Ort leisten Großartiges, das ist bewundernswert", sagt Roland Betsch. "Und es zeigt: Die Spende von 2015 war richtig."

gw

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Rohr, Rohr