Sonntag, 23.02.2020

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Penzendorfer Straße: Unübersichtliche Kreuzung sorgt in Leerstetten für Unmut

Bürger fordern Veränderungen - Freie Wähler machen Druck - 21.11.2019 05:58 Uhr

Zwischen den beiden Autos ist die Hecke zu sehen, rechts dahinter das Gestrüpp, die Werbeschilder und der Anfang des Brückengeländers. © Foto: Thomas Correll


In Schwanstetten sorgt eine Kreuzung für Diskussionen, die tatsächlich gar nicht in Schwanstetten liegt. Es geht um die Einmündung der von Schaftnach und Leerstetten kommenden Straße in die Penzendorfer Straße. Die Kreuzung liegt zwischen Schwabach und Wendelstein, gleich neben der Auffahrt auf die B2, und befindet sich auf Schwabacher Stadtgebiet. Die B2-Auffahrt ist wohl auch der Grund dafür, dass viele Leerstetter diese Kreuzung regelmäßig benutzen.

Mit hoher Geschwindigkeit

Das Problem, das in Leerstettens Bürgerversammlung jüngst für Kritik sorgte, ist folgendes: Von Leerstetten kommende Autofahrer hätten große Probleme, in die äußerst unübersichtliche Kreuzung einzufahren. Auf der Penzendorfer Straße gilt in diesem Bereich Tempo 70, das heißt, die Autos kommen von beiden Seiten mit hoher Geschwindigkeit.

Problematisch sei vor allem die Sicht nach links, also in die Penzendorfer Richtung. Eine Hecke, einige Sträucher, eine Tafel mit Werbeschildern und das Geländer der Brücke über die Rednitz machen es quasi unmöglich, herankommende Autos rechtzeitig zu erkennen. Man müsse sich sehr langsam und vorsichtig in die Kreuzung hineintasten, um überhaupt zu sehen, ob von links ein Auto kommt. Ein weiterer Kritikpunkt: genau wegen dieser Problematik ist ein Spiegel angebracht worden, dieser sei in den Wintermonaten aber regelmäßig angelaufen – und deshalb nutzlos.

In der Bürgerversammlung wurde außerdem darauf hingewiesen, das es vor kurzem dort zu einem Unfall gekommen sei. Das Problem müsse angepackt werden: Als Vorschläge standen ein Zurückschneiden oder Entfernen der Hecke und des Gestrüpps, eine Versetzung der Werbeschilder und eine Beheizung des Spiegels im Raum.

Kein Grund?

Bürgermeister Robert Pfann verwies zunächst darauf, dass es sich um Schwabacher Stadtgebiet handelt. Er habe seinen Amtskollegen Oberbürgermeister Matthias Thürauf bereits auf das Problem angesprochen. Die Antwort sei gewesen: Für ein Entfernen der Hecke oder der Schilder gebe es keinen Grund, eine Beheizung des Spiegels sei wegen der fehlenden Stromversorgung nicht möglich. Pfann räumte ein, dass die Situation auch für ihn "nicht ganz befriedigend" sei. Er wolle, so versprach er den Bürgern, nochmal einen Vorstoß starten.

Entsprechenden Druck machen nun im Nachgang der Bürgerversammlung die Freien Wähler. Die Schwanstetter Fraktion hat einen Antrag an den Gemeinderat gestellt. Darin werden folgende Maßnahmen gefordert: Die Hecke solle entfernt werden, das Gestrüpp zurückgeschnitten; das metallene Brückengeländer könne man im betreffenden Bereich mit durchsichtigem Material wie etwa Plexiglas ersetzen; eine Beheizung des Spiegels und die Beleuchtung der Kreuzung sei notwendig und könne durch Solartechnik möglich gemacht werden.

FW fordern Ortstermin

Die Gemeinde solle deshalb in "intensive Verhandlungen" mit Schwabach treten und die Situation "noch einmal eindringlich" schildern. "Am besten", so heißt es in dem Antrag weiter, "wäre ein Ortstermin mit Verkehrssachverständigen und Vertretern der Stadt Schwabach und der Marktgemeinde Schwanstettens".

THOMAS CORRELL

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