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Realschule ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Mit der Titel-Vergabe fängt die Arbeit erst an - 30.07.2015 08:06 Uhr

Auf dem Foto sind neben den Schülerinnen der SMV auf der linken Seite Patin Brigitte Koller, in der Mitte Bertram Höfer und rechts neben ihm Norbert Mager zu sehen. © Foto: oh


Die Schülermitverantwortung (SMV) der Realschule setzte sich in diesem Schuljahr für den Titel besonders ein. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für Schüler/-innen. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, die Atmosphäre an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören mittlerweile über 1700 Schulen an, die von rund einer Million Schüler/-innen besucht werden.

88 Prozent unterschrieben

Um den Titel zu erwerben, mussten 70 Prozent der Schüler/-innen, Lehrer/-innen, Verwaltung und technisches Personal mit ihrer Unterschrift zustimmen. Der SMV gelang es sogar, 88 Prozent ihrer Realschule für diesen Titel zu begeistern. Der erste Schritt war getan.

Der Titel ist also kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: „Wir übernehmen Verantwortung für die Atmosphäre an unserer Schule und in unserem Umfeld.“ Konkret: „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“, das bedeutet, sich gegen jede Form der Diskriminierung an der Schule einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und durch Projekttage die gesamte Schule für diese Thematiken zu sensibilisieren.

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Bei der Titelverleihung erinnerte Realschuldirektor Norbert Mager daran, dass sein Vorgänger Hermann Stamm bereits vor vielen Jahren schon gegen Rassismus an der Schule vorgegangen sei und über Schüler, die aus dem Ausland kamen, seine schützende Hand gebreitet habe. Mager lobte aber auch die Projekte der SMV, wie den „Stern der Hoffnung“ zu Weihnachten (Schüler geben Lebensmittel für die Schwabacher Tafel) oder die Geldsammelaktion der SMV für das Projekt „Stolpersteine“, die bereits feste Bestandteile an der Realschule seien.

Die Mitglieder der SMV präsentierten dem Publikum Plakate und zeigten damit, was für sie der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bedeutet. Dann der große Moment: Die Schüler erhielten von Bertram Höfer das lang ersehnte Schild . In einer kurzen Rede machte er die Wichtigkeit der Idee klar.

Die Arbeit vor Ort

Die beiden „Paten“ Richard Roth und Brigitte Koller sprachen die sehr schwierige Lage der Flüchtlinge an, die auch in Schwabach ihr momentanes Zuhause gefunden haben und Unterstützung benötigen.

Vertreter der SMV überreichten Stadträtin Evi Grau-Karg, der Initiatorin des Asyl-Cafés, 100 selbst gebackene Muffins. Der Zeitpunkt war gut gewählt, fand doch an diesem Tag eine Feier mit in Schwabach lebenden Flüchtlingen statt. Die Schüler versprachen, dass es ein solches Geschenk ab sofort mindestens einmal jährlich geben wird.

Die Titel-Verleihung wurde mit Musik von zahlreichen Gruppen der Realschule untermalt.

st

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