Corona

Roth/Schwabach: Über 100000 haben den vollen Impfschutz

11.9.2021, 06:00 Uhr
Zumindest im Kreis Roth - hier allerdings ein Themenbild aus Berlin - hat es in der zu Ende gehenden Woche wieder mehr Impfungen gegeben. Auch von Jugendlichen über zwölf Jahren.

Zumindest im Kreis Roth - hier allerdings ein Themenbild aus Berlin - hat es in der zu Ende gehenden Woche wieder mehr Impfungen gegeben. Auch von Jugendlichen über zwölf Jahren. © Fabian Sommer, dpa

Zumindest im Landkreis Roth sind die Corona-Impfzahlen in der ersten Septemberwoche, ausgehend allerdings von niedrigem Niveau, wieder deutlich angestiegen. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Landratsamt Roth auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Das Plus im Vergleich zur Vorwoche beträgt rund 50 Prozent. Waren in der Woche zuvor nur knapp 1500 Pikse im Impfzentrum sowie bei den Hausärzten und Fachärzten gezählt worden, so kamen zwischen dem 3. und 9. September 2206 Impfungen zusammen.

Grund: Schülerinnen und Schüler über zwölf Jahren lassen sich vor Schuljahresbeginn verstärkt impfen. Außerdem sind viele Hausärzte aus dem Urlaub zurück.

Anders als im Kreis Roth herrschte dagegen in Schwabach in Sachen Corona-Impfungen in dieser Woche noch Sommer-Flaute. Zu den bislang knapp 62000 Impfungen kamen nur weitere 570 dazu - die niedrigste Zahl seit Monaten und etwa das Niveau der Woche zuvor (578).

Jetzt sechsstellig

Insgesamt sind im Kreis Roth (140917) und in Schwabach (62348) zusammengenommen inzwischen 203265 Corona-Schutzimpfungen verabreicht worden. Diese teilen sich auf in 102868 Erstimpfungen mit den Vakzinen von Biontech, Moderna und Astrazeneca sowie 100393 Zweitimpfungen mit den gleichen Wirkstoffen sowie mit dem Einmal-Vakzin von Johnson & Johnson. Das heißt: 100393 der rund 168000 Einwohner im Landkreis und in Schwabach haben inzwischen den vollen Impfschutz. Das entspricht einer Quote von 59,8 Prozent und damit in etwa dem bayerischen Durchschnitt.

Ein paar Zehntel könnten noch hinzu kommen, weil einige Arbeiter und Angestellte, deren Arbeitsplatz außerhalb von Stadt und Landkreis liegt, von ihren Betriebsärzten geimpft worden sind. Diese Zahlen werden aber nicht regional erfasst.

Inzidenz steigt

Die Infektionszahlen bleiben derweil auf vergleichsweise hohem Niveau. Sowohl für Schwabach (114,5) als auch für den Landkreis Roth (57,4) meldete das Robert-Koch-Institut am Freitag einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz.

Wichtiger als die Inzidenz ist der Blick in die Krankenhäuser. Deutlich nach oben geschnellt ist in den vergangenen zwei Tagen bayernweit die Zahl der Krankenhaus-Neueinweisungen binnen einer Woche (von 277 auf 336) sowie die Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz (von 2,11 auf 2,60). Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen stieg von 207 auf 213. Ab 1200 Covid-Neuzugängen in Krankenhäusern pro Woche würde die bayerische Corona-Ampel auf gelb schalten. Ab 600 Intensiv-Patienten in den bayerischen Kliniken würde sie auf rot umspringen.

In Schwabach und in Roth liegt kein Covid-Patient auf der Intensivstation. Dort sind alle verfügbaren Betten anderweitig belegt.

Mehr Testmöglichkeiten

Zum Schulstart weitet das Schnelltestzentrum im Schwabacher Markgrafensaal die Kapazitäten aus. „Wir möchten damit allen Familien zum Schulstart anbieten, Kinder und Eltern schnell und kostenlos zu testen“, so Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht. „Vor allem auch dann, wenn sie zum Ferienende aus dem Urlaub zurückgekehrt sind.“

Während der Öffnungszeiten am Sonntag, 12. September, von 9 bis 15 Uhr stellt die Johanniter Unfall-Hilfe Schwabach-Roth zusätzliches Personal zur Verfügung, um Wartezeiten zu verkürzen und mehr Tests während der Öffnungszeiten anbieten zu können. Am letzten Ferientag, Montag, 13. September, werden die Öffnungszeiten einmalig auf 10 bis 18 Uhr ausgeweitet. „Ich danke den Johannitern sehr für dieses schnelle und unbürokratische Zusatzangebot“, so Engelbrecht weiter.

Thomas Grüneis, Leiter Bevölkerungsschutz der Johanniter Unfall-Hilfe, weist darauf hin: „Minderjährige müssen bitte immer einen Ausweis, Reisepass, Schülerausweis, notfalls eine Versichertenkarte zum Testen mitbringen.“ Das gelte auch, wenn Erziehungsberechtigte dabei sind. Kommen Kinder unter 16 Jahren alleine zum Test, benötigen sie eine Einverständniserklärung der Eltern. Diese kann auf schwabach.de/schnelltest heruntergeladen werden.

Über 42000 Schnelltests

Insgesamt wurde im Schnelltestzentrum im Markgrafensaal die Marke von 42000 Tests, also der ungefähren Einwohnerzahl von Schwabach, Ende dieser Woche übertroffen. Allerdings lassen sich dort auch viele Nicht-Schwabacher testen, die in der Stadt arbeiten oder in die Stadt zum Einkaufen kommen.

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