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Schwabach: Entscheidung über "Modellregion" verschoben

Bei OB Reiß hält sich die Enttäuschung aber in Grenzen. - 07.04.2021 16:11 Uhr

Tübingen gilt immer ein bisschen als Vorbild dafür, dass Öffnungsschritte unter bestimmten Voraussetzungen möglich sind. Doch auch in der badenwürttembergischen Universitätsstadt sind die Infektionszahlen zuletzt deutlich gestiegen.

07.04.2021 © Foto: Tom Weller/dpa


Die Verschiebung ist für den Schwabacher Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD) durchaus "nachvollziehbar". Dinge gerade jetzt ausprobieren zu wollen, wo die dritte Infektionswelle noch rollt, wäre vielleicht doch ein wenig zu aktionistisch, so der Rathauschef.

Auf Teilbereiche konzentrieren

Andererseits sei es nie darum gegangen, möglichst viel zu testen und dann alles auf Teufel komm’ raus zu öffnen, so Reiß. "Man muss sich vielleicht auf Teilbereiche wie einzelne Veranstaltungen fokussieren und diese dann sehr genau begleiten." Es gehe also eher um vorsichtige branchenspezifische oder kulturspezifische Öffnungsschritte.

Wie es weitergeht mit der Bewerbung Schwabachs als Modellregion, kann Reiß noch gar nicht genau sagen. Jetzt, wo noch etwas Zeit sei, werde er selbstverständlich die politischen Gremien einbinden. Dort soll das weitere Vorgehen abgesprochen werden.

Wer auf mehr Öffnungen durch eine "Modellregion" gehofft hatte, mag vielleicht enttäuscht sein. Aber Peter Reiß hat in Markus Söders Pressekonferenz in München auch ein bisschen Perspektive zum Beispiel für den gebeutelten Einzelhandel herausgehört.

Gut vorbereitet

Dass das click&meet-Modell (inklusive negativem Test) jetzt für den gesamten Einzelhandel gelten soll, bezeichnet Reiß als "kleinen Einstieg hin zu etwas mehr Normalität. Und in Schwabach sind wir darauf dank unseres Schnelltestzentrums darauf gut vorbereitet."

Auch bei Reiß’ Kollegen Ralph Edelhäußer (CSU) aus Roth, der seine Stadt ebenfalls kurz vor Torschluss ins Rennen um eine "Modellregion" ins Rennen geschickt hatte, hält sich die Enttäuschung über die Verschiebung der Entscheidung in Grenzen.

Nur geringe Chancen

Roth habe ohnehin nur geringe Chancen. Denn zu Modellregionen sollen entweder nur kreisfreie Städte (wie Schwabach) oder "Große Kreisstädte" (wie Weißenburg) werden können. Beides ist Roth nicht. Zudem liege die Inzidenz in der Stadt Roth deutlich höher als im Landkreis Roth. "Die 170, die wir zuletzt hatten, wäre ebenfalls ein Ausschlusskriterium", so Edelhäußer.

ROBERT GERNER

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