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SPD auf der Suche nach Gründen für die Wahlniederlage

Nach der Wahl ist vor der Wahl: „Arbeitsgruppe 2020“ für gescheiterte Kandidaten - 27.03.2014 08:26 Uhr

Helga Schmitt-Bussinger.


Wie berichtet, hat die SPD am Dienstagabend ihre Wahlanalyse hinter verschlossenen Türen durchgeführt. „In dieser Situation für uns die richtige Entscheidung“, warb Schmitt-Bussinger dafür um Verständnis.

Allein schon das große Interesse der Mitglieder an der Zusammenkunft – rund 20 Prozent der Schwabacher SPD’ler seien anwesend gewesen – spreche dafür, „dass der Kopf nicht in den Sand gesteckt wird“.

Zum Teil harsche Kritik hätten die SPD-Mitglieder am Rückzug der gescheiterten OB-Kandidatin Doris Reinecke geübt, da sie nach der Wahlniederlage auch ihr Stadtratsmandat nicht angenommen habe (Schwabacher OB-Kandidatin nimmt Stadtratsmandat nicht an). Reinecke habe sich bei der Zusammenkunft der Diskussion gestellt.

Helga Schmitt-Bussinger: „Ich habe den Rückzug auch nicht verstanden.“ Die Unterbezirksvorsitzende warb jedoch letztlich um Verständnis für die Entscheidung Reineckes, die nach dem großen Scheitern auch der Partei bei der Kommunalwahl unter enormem psychischen Druck gestanden habe.

Inhalte sind nicht angekommen

Bei der SPD-Mitgliederversammlung, so berichtete Schmitt-Bussinger weiter, habe es aber auch Lob und Anerkennung für den zurückliegenden Wahlkampf gegeben, der gezeigt habe, dass die Partei über große Kompetenz verfüge. Jedoch habe man erkennen müssen, dass die Inhalte, auf die man gesetzt habe, für die Wählerinnen und Wähler letztlich nicht von so großer Bedeutung gewesen seien.

Außerdem sei es ein lauer Wahlkampf gewesen, man habe zu wenig angegriffen, hätten am Dienstagabend weitere Vorwürfe aus den Reihen der Mitgliederschaft gelautet.

Als Gründe für die Wahlniederlage habe man auch den Amtsbonus des wiedergewählten Oberbürgermeisters, die allgemein gute Situation der Stadt Schwabach sowie den fehlenden Wunsch nach einem Wechsel an der Stadtspitze ausgemacht. Doris Reinecke habe den Start in den Wahlkampf allgemein als zu spät erachtet, eine Einschätzung, die Helga Schmitt-Bussinger jedoch nicht teilt.

Angeregt worden sei bei der Mitgliederversammlung schließlich, eine „Arbeitgruppe 2020“ zu gründen Bereits in der kommenden Woche, so kündigte die SPD-Unterbezirksvorsitzende an, wolle man dazu eine Versammlung mit denjenigen Kandidatinnen und Kandidaten durchführen, die bei der Stadtratswahl gescheitert waren.
  

jk

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