SPD-Wahlnachlese: Die Presse ist unerwünscht

22.3.2014, 19:12 Uhr
Die gescheiterte Schwabacher OB-Kandidatin Doris Reinecke (links) nimmt ihr Stadtratsmandat nicht an. Auch das wird Thema bei der Jahreshauptversammlung sein. SPD-Vorsitzende Helga Schmitt-Bussinger (rechts) ließ bekannt geben, dass die Wahlnachlese  eine „interne Veranstaltung“ sein wird.

Die gescheiterte Schwabacher OB-Kandidatin Doris Reinecke (links) nimmt ihr Stadtratsmandat nicht an. Auch das wird Thema bei der Jahreshauptversammlung sein. SPD-Vorsitzende Helga Schmitt-Bussinger (rechts) ließ bekannt geben, dass die Wahlnachlese eine „interne Veranstaltung“ sein wird. © car

Denn SPD-Vorsitzende Helga Schmitt-Bussinger ließ gestern mitteilen, dass dies eine „interne Veranstaltung“ sei und die Presse deshalb nicht zugelassen ist.

Der Anruf erfolgte nicht persönlich, sondern durch die Mitarbeiterin ihres Schwabacher Bürgerbüros. Noch am vergangenen Dienstag, beim letzten Gespräch des Tagblatts mit Helga Schmitt-Bussinger, war von einer „internen“ Veranstaltung noch nicht die Rede.

Bisher hat sich die SPD immer um politische Transparenz bemüht. Auch bei konfliktreichen Themen wie jüngst der internen Abstimmung über die Bildung einer Großen Koalition. Deshalb ist es ein bisher einmaliger Vorgang, dass die Presse faktisch ausgeladen wird.

Laut Tagesordnung steht zwar die Europapolitik im Mittelpunkt. Dazu wird der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Günter Gloser referieren. Es dürfte aber auch um die Folgen der Wahl gehen, zumal OB-Kandidatin Doris Reinecke durch ihren Verzicht auf ihr Stadtratsmandat für neuen Gesprächsstoff gesorgt hat (Schwabacher OB-Kandidatin nimmt Stadtratsmandat nicht an).

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