Pokalspiel gegen Don Bosco Bamberg

Wieder Leben im Hexenkessel der Kia Metropol Baskets

9.9.2021, 14:22 Uhr
Auch wenn für die Schlüsselpositionen im Team drei ausländische Spielerinnen verpflichtet worden sind, sollen die Eigengewächse wie Diana Fett (li.) zunehmend Verantwortung übernehmen. Das ist die Philosophie, mit der die Kia Metropol Baskets langfristig wettbewerbsfähig in der 2. DBBL bleiben wollen. Am Samstag startet die neue Saison mit dem Pokalspiel gegen Bamberg.

Auch wenn für die Schlüsselpositionen im Team drei ausländische Spielerinnen verpflichtet worden sind, sollen die Eigengewächse wie Diana Fett (li.) zunehmend Verantwortung übernehmen. Das ist die Philosophie, mit der die Kia Metropol Baskets langfristig wettbewerbsfähig in der 2. DBBL bleiben wollen. Am Samstag startet die neue Saison mit dem Pokalspiel gegen Bamberg.

DBBL Süd, neues Glück? Wenigstens in einem Punkt wünschen sich die Kia Metropol Baskets eine deutliche und vor allem anhaltende Verbesserung gegenüber der Vorsaison: Nachdem diese auf Grund der Corona-Pandemie unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne hat gehen müssen, sollen zur neuen Spielzeit die Fans zurückkehren und die Halle über dem Schwimmbad wieder zu einem kleinen Hexenkessel machen. "So jedenfalls ist aktuell der Plan", sagt Managerin Angie Walden.

Maskenpflicht in der Halle

Was schon für das nun anstehende Pokalspiel am Samstag (16 Uhr) gegen den Zweitligarivalen DJK Don Bosco Bamberg bedeutet, dass Zuschauer zugelassen sind. Voraussetzung dafür, den Auftritt der Schwabacherinnen vor Ort miterleben zu dürfen, ist, wie in Bayern üblich, die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet): Zugang wird nur mit entsprechendem digitalen oder schriftlichen Nachweis gewährt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass man frühestens 30 Minuten vor Spielbeginn in die Halle darf. Zudem ist in der gesamten Sporthalle durchgehend eine medizinische Maske zu tragen.

Sportlich gesehen sind die Kia Metropol Baskets derzeit freilich noch in der Findungsphase. Headcoach Tomas Vilkius hat sich an den zahlreichen Trainingsabenden in den vergangenen Wochen ein Bild vom Leistungsstand seiner Spielerinnen machen können. Nach und nach wurde der Spielerkader durch Profispielerinnen aus dem Ausland aufgewertet. Die Amerikanerin Ericka Mattingly sowie die Niederländerin Yvette Adriaans trainieren ja bereits seit geraumer Zeit mit dem Team.

Ein dritter Neuzugang stieß erst vor gut einer Woche zur Mannschaft: Marissa Pangalos, 25 Jahre alte Zypriotin, soll dem Schwabacher Zweitligisten mit weiteren Impulsen und ihrer Erfahrung auf der Flügelposition helfen und Unterstützung beim Spielaufbau liefern. Mit dem Basketballsport begann Marissa im Jugendalter bei Apollon Limassol. Aus Studiengründen wechselte sie nach Leicester (Großbritannien), ehe sie schließlich nach Zypern zurückkehrte und dort mit Anorthosis Ammochostou BC Meisterschaft und Pokal gewann. Die Siegermentalität will der athletische Shooting Guard, der auch Teil der Nationalmannschaft Zyperns ist, auch in Schwabach bei ihrer ersten Profisaison im Ausland zeigen.

Härtetests in Nördlingen

Einer ersten Herausforderung stellte sich der neue Kader der Kia Metropol Baskets am vergangenen Wochenende beim "Angels Cup", den die Angels Nördlingen zur Vorbereitung auf die neue Saison in der 1. Bundesliga veranstalteten. Für die junge Schwabacher Mannschaft waren die beiden Spiele gegen die Erstligisten aus Nördlingen und Wasserburg "sehr lehrreich", beschrieb Angie Walden. Wie erwartet mussten sich die Kia Baskets erst an das Tempo und die körperliche Spielweise in der 1. Liga gewöhnen. Nicht überraschend waren daher die zwei deutlichen Niederlagen.

"Dabei", so die Managerin, "war schon zu erkennen, dass die Mädels über kurze Phasen durchaus mit den Teams aus der 1. Bundesliga mithalten können." Ihren drei Neuverpflichtungen attestierte Angie Walden gute Ansätze. Natürlich müsse der Headcoach noch an der Feinabstimmung arbeiten. Gerade bei Marissa Pangalos, für die das Turnier in Nördlingen gleichzeitig ein erstes Kennenlernen war, fehlte natürlich die Bindung zu ihrer neuen Mannschaft. Diese Defizite werde man natürlich in den kommenden Wochen angehen.

Vor diesem Hintergrund ist natürlich auch die Aufgabe am Samstag im Pokal gegen Don Bosco Bamberg zu betrachten. "Ein wichtiger Test für uns mit Wettbewerbscharakter", so Angie Walden. Sportlich sei ein Derby gegen Don Bosco Bamberg immer eine Herausforderung, wenngleich die Spielstärke des Ligarivalen in der neuen Saison nur ganz schwer einzuschätzen ist.

Sollten die Kia Metropol Baskets die erste Pokalhürde überstehen, dann wäre die BSG Basket Ladies Ludwigsburg in der Runde der letzten 32 am 19. September Gastgeber für die Schwabacherinnen. Eine Woche später geht es dann auch in der 2. DBBL Süd zum ersten Mal in der neuen Saison um Punkte. Zu Gast ist dann die zweite Mannschaft von Erstligist Heidelberg.

Personell noch Nachholbedarf?

Mit der Verpflichtung von Marissa Pangalos ist der Kader der Kia Metropol Baskets komplett - vorerst.

Mit der Verpflichtung von Marissa Pangalos ist der Kader der Kia Metropol Baskets komplett - vorerst.

Bis dahin sollte die Mannschaft endgültig ihr wahres Leistungsvermögen abrufen können. Ob die Personalplanung bis dahin abgeschlossen sein wird, das konnte die Managerin freilich nicht abschließend beantworten: "Wir halten weiterhin unsere Augen offen!" Also gut möglich, dass sich noch kurzfristig etwas tut. Gerade auf der Center-Position suchen die Kia Metropol Baskets durchaus noch eine Spielerin, die weiterhelfen könnte.

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