Yanik Spachmüller erneut Deutscher Enduro-Meister

5.12.2015, 10:42 Uhr
Spektakuläre Sprünge inklusive: Beim Enduro-Sport kommt es nicht alleine auf Schnelligkeit an.

© Fotos: privat Spektakuläre Sprünge inklusive: Beim Enduro-Sport kommt es nicht alleine auf Schnelligkeit an.

Die zehn Rennen der Serie um die Deutsche Enduro-Meisterschaft der Junioren beendete der 18-Jährige vier Mal als Erster. Vier zweite und zwei dritte Plätze rundeten das tolle Gesamtergebnis ab.

Unterm Strich waren das genügend Punkte, um die Rennserie erneut als Erster zu beenden. Doch anders als vor einem Jahr hielt die Spannung diesmal bis zum letzten Rennwochenende. Der Showdown fand in Woltersdorf/Berlin bei den letzten zwei Rennen der Serie statt. Yanik Spachmüller lag auf Platz zwei, vier Punkte hinter Nico Busch (Hamburg) zurück. Der schied im vorletzten Rennen aus und fuhr nicht in die Punkte. Das Missgeschick seines Rivalen nutzte der Schwabacher und fuhr auf den dritten Platz — 21 Punkte betrug nun dessen Vorsprung vor dem letzten Rennen der Serie, das am nächsten Tag auf der gleichen Strecke stattfinden sollte.

Yanik Spachmüller aus Schwabach.

Yanik Spachmüller aus Schwabach.

Die Rechnung war klar: Da es pro Sieg 25 Punkte zu gewinnen gibt, musste der Schwabacher nur mehr fünf Punkte einfahren, um die Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen. Ankommen war also Pflicht, doch auch in diesem Rennen landete er vor seinem Widersacher. Spachmüller wurde Dritter und sammelte insgesamt 226 Punkte — Busch war im Endklassement Zweiter mit 201 Punkten.

Ursprünglich hatte Yanik Spachmüller geplant, neben der Deutschen Meisterschaft alle Läufer der Europameisterschaft zu fahren. Doch auf Grund der Nominierung für das Deutsche Junior Trophy Team musste er wegen der Vorbereitungen auf die Six Days im slowakischen Kosice das EM-Rennen in Finnland sausen lassen. Die vier Rennen dieser Serie (unter anderem in Italien und Kroatien) beendete er nicht zuletzt auf Grund der fehlenden Wertung aus Finnland als 20.

Mit seinem brandneuen 2016-er KTM-Modell von Sponsor Rolf Musch ging der Schwabacher die 6-tägige Enduro-Mannschafts-WM motiviert an. Durch eine Fußverletzung beim Rennen in Burg war das Unternehmen „Six Days 2015“ zwar kurz vor dem Aus gestanden, doch biss er sich in Kosice durch und landete mit seinem Team auf Platz elf unter 15 Nationen. Weltmeister wurde Australien.

Inzwischen ist der Alltag wieder eingekehrt. Yanik Spachmüller besucht die FOS in Weißenburg, doch stehen bereits die Planungen für die neue Saison an. An der Fitness arbeitet der 18-Jährige wie immer in Oli’s Fitness Paradies. Und auch sein Gefährt wird wohl wieder eine 125-er KTM sein. In der Junioren-Klasse allerdings darf er nicht mehr mitmischen — nach seinem Titelgewinn „spült“ es ihn schnurstracks zu den Erwachsenen. Der kometenhafte Aufstieg muss also noch nicht zu Ende sein . . .

Keine Kommentare