21°

Montag, 13.07.2020

|

Zwei große Solarparks für Kammerstein?

Auf knapp 13 Hektar Fläche könnte auf Gemeindegebiet "grüner Strom" erzeugt werden. - 19.02.2020 13:15 Uhr

Zwei neue Freiflächen-Fotovoltaikanlagen - eine gibt es bereits bei Albersreuth - könnten in Kammerstein entstehen. Unser Bild zeigt eine Anlage im Landkreis Neumarkt. © Mark Johnston


Erstellt werden könnten die Freiflächen-"Solarfelder" zum einen an der Bundesstraße 466, Höhe Kammerstein, und zum anderen an der Verbindungsstraße von Volkersgau nach Dechendorf. Der Gemeinderat hat bei seiner Februar-Sitzung noch keine Entscheidung getroffen; ein Fachbüro soll eingeschaltet werden, um für derartige Anlagen geeignete Flächen zu identifizieren.

In ihrer nächsten Sitzung wollen die Gemeinderätinnen und -räte dann über die beiden vorliegenden Vorhaben entscheiden. In beiden Fällen müsste dafür ein sogenannter "Vorhabenbezogener Bebauungsplan" aufgestellt werden.

Zu Beginn der Beratungen im Gemeinderat äußerte sich zunächst Bürgermeister Walter Schnell. Er persönlich würde zwar Stromerzeugung über Solaranlagen auf Dächern den Vorzug geben. Trotz mancher Bedenken sei er aber Befürworter von Solarparks. Bevor es hier zu einem Wildwuchs komme, sprach sich das Gemeindeoberhaupt dafür aus, ein Fachbüro einzuschalten, welches das Gemeindegebiet auf für derartige Anlagen geeignete Flächen abklopfen soll. Ähnlich äußerte auch Gemeinderat Richard Zeller, der ebenso riet, ein Fachbüro zu beauftragen.

Interesse bekundet

Schließlich kam man überein, dass die Verwaltung einstweilen nach Experten Ausschau halten soll und dass ein Beschluss zu den beiden jetzt vorliegenden Anträgen bis zur nächsten Gemeinderatssitzung zurück gestellt werden soll. Weiter wurde den beiden Bewerbern – die Firma Greenovative aus Nürnberg und die BayWa-Tochter BayWa r.e. Solar Projects mit dem Sitz in München – aber auch signalisiert, dass der Gemeinderat grundsätzlich an Solarparks interessiert sei.

Klärungsbedarf hat nach Ansicht von Gemeinderat Frank Bongartz auch, welche Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde zu erwarten sind und wie es sich mit der Rückbaupflicht verhält, wenn die Laufzeit der Anlage auf den von Landwirten gepachteten Flächen endet. Zugesichert wurde von beiden potenziellen Erbauern, dass "Öko-Punkte" für die Herausnahme eines Gebietes aus der intensiven Bewirtschaftung der Gemeinde zugute kommen können.

Auch wurde bereits signalisiert, dass bei dem Geschäftsmodell Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Kammerstein zum Zuge kommen können, sei es durch Beteiligung bei der Investition oder eventuell beim Bezug von vergünstigtem Strom. Von einem "bedarfsgerechten Beteiligungsmodell" war die Rede. Es werde auch kein Sperren gegen umfangreiche Eingrünungsmaßnahmen geben, damit die Solarparks weitgehend unsichtbar in der Landschaft bleiben. Die bei Volkersgau mögliche Anlage könnte den Strom in die direkt vorbeiführende Freileitung einspeisen.

jk

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Schwabach, Kammerstein