Sorge um Symbol: Funkturm am Hesselberg soll gekürzt werden

3.9.2020, 06:00 Uhr
Die Spitze des Sendeturm Funkturm am Hesselberg soll gekappt werden.

Die Spitze des Sendeturm Funkturm am Hesselberg soll gekappt werden. © Foto: Peter Tippl

Die Deutsche Funkturm GmbH, die zur Telekom gehört, hatte schon vor längerer Zeit bekanntgegeben, dass sie die 121 Meter hohe Antennenanlage auf dem mit fast 690 Metern höchsten Berg Mittelfrankens um 21 Meter kürzen möchte. Die Technik sei überholt und Signale würden von dort schon lange nicht mehr gesendet. Mit der angekündigten Maßnahme wolle man Instandsetzungskosten – die sollen bei rund 20.000 Euro im Jahr liegen – sparen, hieß es zur Begründung.

Als eine breitere Öffentlichkeit von dem Plan Wind bekam, regte sich Widerstand. Viele Menschen sehen den Funkturm als unverzichtbares Markenzeichen ihrer Region. Der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl hat nun alle Bürgermeister der Hesselberg-Kommunen zur Beratung über das weitere Vorgehen geladen. Laut Bezirksrat Popp haben die Kommunalpolitiker mit tatkräftiger Unterstützung Brandls einen Rettungsplan geschmiedet. Der über 50 Jahre alte Funkturm, eine Stahlkonstruktion und Anziehungspunkt für Touristen, soll Industriedenkmal werden.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat der Gerolfinger Bürgermeister Karl Fickel (Wählergemeinschaft) bereits eingeschaltet. Eine Reaktion der Behörde mit Sitz in München liegt noch nicht vor.

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