Sonntag, 01.11.2020

|

Sorge um Symbol: Funkturm am Hesselberg soll gekürzt werden

In der Öffentlichkeit regte sich zunehmend Widerstand - 03.09.2020 06:00 Uhr

Die Spitze des Sendeturm Funkturm am Hesselberg soll gekappt werden.

© Foto: Peter Tippl


Die Deutsche Funkturm GmbH, die zur Telekom gehört, hatte schon vor längerer Zeit bekanntgegeben, dass sie die 121 Meter hohe Antennenanlage auf dem mit fast 690 Metern höchsten Berg Mittelfrankens um 21 Meter kürzen möchte. Die Technik sei überholt und Signale würden von dort schon lange nicht mehr gesendet. Mit der angekündigten Maßnahme wolle man Instandsetzungskosten – die sollen bei rund 20.000 Euro im Jahr liegen – sparen, hieß es zur Begründung.

Bilderstrecke zum Thema

Spektakel am Fernsehturm: Darum leuchtete das Nürnberger Ei bunt

Am Freitagabend zog der Fernsehturm die Blicke vieler Nürnberger auf sich. Das "Ei" leuchtete in kunterbunten Farben. Der Grund für die spektakuläre Einlage: Am Samstagabend steigt ein Event in den Räumlichkeiten hoch über der Stadt, bei dem Mia Julia, Die Atzen, Oli P. und viele andere via Live-Stream singen. Am Freitag stieg dafür die farbige Generalprobe.


Als eine breitere Öffentlichkeit von dem Plan Wind bekam, regte sich Widerstand. Viele Menschen sehen den Funkturm als unverzichtbares Markenzeichen ihrer Region. Der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl hat nun alle Bürgermeister der Hesselberg-Kommunen zur Beratung über das weitere Vorgehen geladen. Laut Bezirksrat Popp haben die Kommunalpolitiker mit tatkräftiger Unterstützung Brandls einen Rettungsplan geschmiedet. Der über 50 Jahre alte Funkturm, eine Stahlkonstruktion und Anziehungspunkt für Touristen, soll Industriedenkmal werden.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat der Gerolfinger Bürgermeister Karl Fickel (Wählergemeinschaft) bereits eingeschaltet. Eine Reaktion der Behörde mit Sitz in München liegt noch nicht vor.

Bilderstrecke zum Thema

Oben am Fernmeldeturm: Traumhafter Blick über Nürnberg

Finanz- und Heimatminister Markus Söder stattete dem Nürnberger Fernmeldeturm erneut einen Besuch ab. Nachdem er bei herrlichem Ausblick in Kindheitserinnerungen schwelgte, kündigte er an, dass der Turm nun einmal im Jahr für Besucher offen haben würde.


Bilderstrecke zum Thema

Der Fernmeldeturm: Das "Nürnberger Ei" in historischen Bildern

Er ist mit 292 Metern das höchste Gebäude Bayerns und oft das Erste, das Neuankömmlinge aus der Ferne von Nürnberg sehen. Seit nunmehr 35 Jahren thront der Koloss von Schweinau über der Stadt. Eine kleine Zeitreise.


mik

11

11 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Gerolfingen