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Starker Schneefall sorgt für viele Unfälle auf Straßen und Autobahnen

Rutschige Fahrbahnen führten in der Region vielerorts zu Behinderungen - 12.01.2021 15:43 Uhr

Nix ging mehr für diesen LKW. Am Dienstagmorgen rutschte der 40-Tonner bei Naila in die Leitplanken.

12.01.2021 © NEWS5 / Fricke, NEWS5


Viele dürften sich über die weiße Pracht freuen, allerdings sorgte der Schnee gerade auf den Straßen am Dienstagmorgen zum Teil für große Behinderungen. Laut Polizei kam es bis Dienstagmittag allein in Mittelfranken zu rund 60 Glatteisunfällen, die allerdings glimpflich ausgingen. Bei vier Unfällen gab es Leichtverletzte, in den restlichen Fällen waren lediglich Blechschäden zu verzeichnen.

Mehrere Laster zusammengestoßen

Auf der A3 kam es im Laufe des Tages zu gleich mehreren Unfällen. So hatte zwischen den Anschlussstellen Schlüsselfeld (Landkreis Bamberg) und Geiselwind der Fahrer eines 40-Tonners übersehen, dass sich der Verkehr aufgrund des winterlichen Wetters staute. Der Mann am Steuer sah das Stauende offenbar zu spät und fuhr auf eine vorausfahrende Zugmaschine auf, die ohne Sattelauflieger unterwegs war. Der Zusammenstoß war so heftig, dass die Zugmaschine die Leitplanke durchbrach und in die Böschung neben der Autobahn rutschte. Verletzt wurde niemand. Kurz darauf ereignete sich auch auf der gegenüberliegenden Fahrbahn ein Unfall. Hier kollidierten drei Lastwagen, die in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs waren.

In der Nähe von Erlangen rutschte am Nachmittag zudem ein Lkw auf einen vorausfahrenden Tieflader, der ein Kranfahrzeug geladen hatte. Das Führerhaus des Lasters wurde durchbohrt, die Feuerwehr musste den Mann am Steuer befreien.

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Schnee sorgt für viele Glatteisunfälle in der Region

Die Schneepracht vom Dienstag hatte es in sich. Insbesondere die Autofahrer bekamen zu spüren, dass sich auf vielen Straßen in der Region schnell zu rutschigen Eisflächen entwickelten. Die Folge: Bis Dienstagmittag verzeichnete die Polizei allein in Mittelfranken rund 60 Unfälle aufgrund der Witterungsbedingungen. Schwerpunkt der Unfälle waren die Autobahnen in der Region.


Gegen 11.30 Uhr geriet auf dem Autobahnkreuz Altdorf ein Lkw ins Rutschen, kollidierte mit einem Verkehrszeichen und blieb quer zur Fahrbahn liegen. Die Überleitung von der A6 auf die A3 in Richtung Regensburg musste für die Bergungsarbeiten für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Auch in Oberfranken auf der A9 bei Naila (Landkreis Hof) blieb ein Lastwagen stecken. Dieser fuhr sich fest und stand daraufhin quer auf der Autobahn.


Lastwagen mit Kran muss 1,7-Tonnen-Streufahrzeug bergen


Im Gemeindegebiet Roßtal im Landkreis Fürth kam am Vormittag eine 33-jährige Frau mit ihrem Renault Twingo auf der Verbindungsstraße zwischen Kastenreuth und Großweißmannsdorf in einer Rechtskurve von der Straße ab und überschlug sich mit ihrem Wagen. In der Nähe von Rothenburg krachten zwei Fahrzeuge gegen Leitplanken, im Landkreis Neustadt-Aisch/Bad Windsheim gab es zwei ähnliche Unfälle. Auf einer Landstraße zwischen Bad Windsheim und Berolzheim kippte außerdem ein Lastwagen um.

In der Oberpfalz verzeichnet die Polizei bis zum Abend insgesamt 75 Glätteunfälle. Im Landkreis Amberg-Sulzbach prallten zwei Fahrzeuge auf schneebedeckter Fahrbahn frontal zusammen, zwei Menschen wurden schwer verletzt. Bei den restlichen Unfällen blieb es überwiegend bei Blechschäden, nur drei Personen wurden leicht verletzt.


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Dieser Artikel wurde mehrmals aktualisiert.

jru, wik

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