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Tausende Fische tot: Massensterben im Westsee

Experten vermuten sprunghafte Vermehrung von Algen im Gewässer als Ursache - 21.09.2016 15:27 Uhr

Die Fische wurden von Passanten leblos im Wasser gefunden © Landratsamt Lichtenfels


Passanten haben laut einem Polizeisprecher die Kadaver der Fische am Dienstag im Westsee entdeckt. Mehreren Einsatzkräften bot sich ein schrecklicher Anblick - einige Tiere kämpften noch um ihr Überleben. Grund für den Massentod der Fische war Mutter Natur. Landwirtschaftliche Abfälle konnten die Ermittler zuvor bereits ausschließen.

Der Grund für den plötzlichen Tod von Tausenden Fischen war wohl eine sprunghafte Vermehrung von Algen im Westsee, vermuten Experten. Durch den Wetterumschwung am Wochenende setzte dann ein Algensterben ein, das den Tieren lebenswichtige "molekulare Sauerstoff" entzog, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Der See kippte um. Demnach befanden sich im Westsee nur noch Werte von einem Sauerstoffgehalt mit 0,3 Milligramm pro Liter - was bei einem Großteil der Fische zum Ersticken geführt hat.

Mit einer Leitung haben die Einsatzkräfte Wasser aus dem Main in den etwa 20 Hektar großen See gepumpt. "Einige Fische konnten dadurch gerettet werden", sagte ein Polizeisprecher. Die Pächter des Sees gehen von etwa drei bis vier Tonnen an verendeten Fischen aus - die Anzahl dürfte sich auf mehrere Tausend Tiere.

Betroffen waren vor allem Zander, Hechte und Karpfen - von den kleineren Fischen dürfte wohl keiner den Vorfall überlebt haben, so die Schätzungen der Ermittler. Am benachbarten Mittelsee war kein Fischsterben festzustellen. Die Beseitigung der Fischen erfolgt über den Zweckverband Tierkörperbeseitigung Nordbayern aus Walsdorf.

Bilderstrecke zum Thema

Tote Fische im Westsee: Tiere wegen Algensterben erstickt

Am Dienstagabend trieben mehrere Fische leblos im Westsee (Landkreis Lichtenfels) umher. Schuld daran war ein Algensterben, dass durch den Wetterumschwung zum Wochenende entstand. Dadurch wurde den Fischen Sauerstoff entzogen, mehrere tausend Tiere verendeten. Die Einsatzkräfte konnten noch so manches Leben durch zugeführtes Wasser aus dem Main retten.



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Der Artikel wurde um 15.27 Uhr aktualisiert.

  

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