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Trotz Kostensteigerung: StUB kostet die Städte weniger

Geschäftsleitung hat neue Kostenberechnung vorgelegt - 29.01.2020 19:00 Uhr

"Es ist ein Grund zum Jubel", fasste der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik zusammen: Für die drei Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach, Partner im Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (StUB), wird der Bau der Straßenbahn billiger als 2015 geschätzt.

Bei der ungünstigsten Förderquote durch Bund und Land (insgesamt 90 Prozent) würden auf Nürnberg 16 Millionen Euro Eigenanteil an den Baukosten zukommen, auf Erlangen 49 Millionen und auf Herzogenaurach 13 Millionen.

 

Zwei Tage nach dem positiven Bescheid aus dem Raumordnungsverfahren hat die Geschäftsleitung eine neue Kostenberechnung vorgelegt. Darin eingerechnet sind im Gegensatz zur ersten Schätzung 2015 (258 Millionen Euro Bau- ohne Planungskosten) der Grundwerwerb (sechs Millionen), ökologische Ausgleichsmaßnahmen (elf Millionen Euro), Schallschutz (zehn Millionen Euro), vor allem aber die Preissteigerungen in der Bauwirtschaft, die amtlich mit 19 Prozent angesetzt sind – in Euro: 49 Millionen Euro. Mit diesem wesentlichen Preistreiber plus weitere zehn Millionen Euro echter, also vom Bauherrn zu verantwortender Mehrkosten kommt man aktuell auf 372 Millionen Euro Baukosten. Nicht enthalten sind die Summen für die Planung und für die Züge.

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Allerdings gibt es Einspar-Potenziale für die Kommunen. Wie berichtet, erhöht der Bund seine Förderquote von 60 auf 75 Prozent. Zudem wird der Bundestag die Förderrichtlinien im Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ändern und künftig auch Straßenbahngleise fördern, die in und nicht neben Straßen verlegt werden.

Außerdem liegt für die StUB auch eine Förderzusage des Freistaats Bayern von bis zu 30 Prozent vor. Mit den 75 vom Bund würde dies 105 Prozent bedeuten. Doch, so Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker, wolle man nicht noch am Bau verdienen. Der Zweckverband hofft gleichwohl auf 95 Prozent Förderung, was den Eigenanteil der Städte nochmals verringern würde: auf insgesamt 59 Millionen Euro.

Rainer Groh

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