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Überraschungen und Baggerseen: So war die Wanderung nach Kleedorf

NN-Reporterin traf ganz unerwartet den Schnaittacher Bürgermeister beim Essen - 27.08.2019 05:55 Uhr

Pause machen kann ein Wanderer ja eigentlich überall - warum also nicht auch an einem Spielplatz? Bei Aspertshausen vergaß NN-Reporterin Mary kurzzeitig ihre schmerzenden Füße und fühlte sich wieder ganz als Kind. © Marina Hochholzner


Schon am ersten Tag zeigte mir der Blick auf meinen Schrittzähler: Irgendetwas stimmt da nicht.  Angeblich sind es von Buchenbühl nach Kalchreuth nur 7,2 Kilometer, gelaufen bin ich fast das Doppelte. Na gut, da war der Abstecher zur Fundstelle des Plateosaurus in Richtung Heroldsberg, und dann noch ein Ausflug zu den Kirschgärten in Kalchreuth – aber dennoch. Die Strecke von Nürnberg nach Kleedorf ist keine kurze. Dennoch ist sie für ungeübtere Wanderer sehr zu empfehlen.

Bilderstrecke zum Thema

Von Buchenbühl nach Kleedorf: Diese Highlights liegen auf den Wanderwegen

NN-Wanderreporterin Marina Hochholzner legte in vier Tagen die Strecke von Buchenbühl nach Kleedorf zurück. Dabei kam sie vom Landkreis Nürnberg über den Landkreis Erlangen schließlich ins Nürnberger Land. Über 50 Kilometer legte sie dabei zu Fuß zurück - und entdeckte so allerhand Highlights auf der Wanderstrecke. In unserer Bildergalerie sind sie noch einmal zusammengefasst.


Während man von Buchenbühl aus bequem auf dem Jakobsweg nach Kalchreuth pilgern kann, ist die nächste zehn Kilometer lange Etappe nach Günthersbühl schon etwas aufwendiger. Stopps in Käswasser, Kleingeschaidt und ein kleiner Umweg nach Beerbach bieten sich bei der relativ überschaubaren Etappe an, bis nach Oedenberg zieht es sich von der schönen St.-Egidien-Kirche in Beerbach dann allerdings schon noch ein bisschen. Bergauf vor allem.


So war Mary's letzte Wander-Etappe


Während ich in Kalchreuth – netterweise trotz Betriebsurlaub – im Roten Ochsen untergekommen bin, nächtigte ich in Günthersbühl in "Christina’’s Ferienwohnung". Dort hat die Vermieterin Christina Neugebauer eigens für die begeisterte Wanderin einen gefüllten Kühlschrank und viele Snacks und Brotzeit für den nächsten Tag bereitgestellt.

Unerwartetes Treffen

Die Etappe bis nach Osternohe war mit Abstand die weiteste: Über Nuschelberg und Dehnberg legte ich dort über 20 Kilometer zurück. Dabei wählte ich die Waldwege und wanderte außerdem an den Baggerseen vor Schnaittach vorbei. Landschaftlich war der Streckenabschnitt einer der schönsten meiner gesamten Tour – aber bei der Augustsonne und den vielen Steigungen auch einer der anstrengendsten.


Buchenbühl bis Kleedorf: Diese Highlights liegen auf der Strecke


Der Igelwirt ist auf dem Schlossberg zwar wunderschön gelegen, doch verlangt er auch ab Osternohe noch einiges an Kondition ab. Wenn man wie ich das Glück haben sollte, den Berg hinauf trampen zu können, sollten weniger fitte oder bereits ausgebrannte Wanderer die Gelegenheit auch ergreifen.

Übrigens habe ich zum Igelwirt noch eine nette Anekdote: Auch der Schnaittacher Bürgermeister Frank Pitterlein speist dort hin und wieder. Während ich also nichtsahnend ein Pläuschchen mit Igelwirt Fritz Maas hielt, kam plötzlich Frank Pitterlein hinzu. Ein wenig unerwartet war das alles schon, immerhin stand ich von der Strecke geplättet und immer noch im verschwitzten Wandershirt vor dem Marktoberhaupt. Gefreut habe ich mich über seine Begrüßung aber natürlich trotzdem.

Abstecher zum Spielplatz

Von Osternohe aus führt einer der Wanderwege zunächst am Bikepark vorbei und dann in Richtung Morsbrunn. Ich habe mich für diese Version entschieden, da das kleine Dorf sehr malerisch in einer Senke liegt. Ab Morsbrunn wählte ich dann den Paul-Pfinzing-Weg entlang der Felder und durch den Wald im Süden. Kirchensittenbach ist leicht zu finden. Der Ort ist einen Besuch wert, vor allem das Tetzelschloss lohnt einen Abstecher. Der ortsansässige Erich Pörner bietet dort auf Nachfrage übrigens gerne auch Touren an.

Von Kirchensittenbach ist es dann wirklich nur noch ein Katzensprung bis Kleedorf. Ich bin dem Radweg nach Aspertshofen gefolgt, habe dem schönen Spielplatz dort einen kurzen Besuch abgestattet und erreichte nach insgesamt zehn Kilometern Wandern Kleedorf. Im Alten Schloss genoss ich ein letztes Mal den Ausblick über die Gegend, die ich vier Tage lang zu Fuß durchstreift hatte.

Tipps und Infos zur Strecke

Den ganzen Weg nach Schnaittach muss man nicht zu Fuß gehen, es gibt auch die Dieseltriebwagen der R31. Der Bahnhof Simmelsdorf-Hüttenbach ist Ausgangspunkt einer VGN-Wanderung mit etlichen Höhenmetern. Die Mühe wird durch schöne Ausblicke belohnt. Kurz vor dem Abstieg hinunter ins Schnaittachtal wartet neben dem Gipfelkreuz am Enzenstein eine Einkehrmöglichkeit. Mehr Freizeittipps unter www.vgn.de/freizeit

Lauf an der Pegnitz liegt am Frankenweg (www.frankenweg.de), einem als "Qualitätsweg" gekennzeichneten 520 Kilometer langen Weitwanderweg. Weitere Infos gibt es unter www.urlaub.nuernberger-land.de

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