Unwetter

Unfälle und Überschwemmungen: Sturm wütet in Bayern

7.6.2021, 12:23 Uhr
Bei starkem Regen ist eine Straße überflutet. Auch in Sachsen-Anhalt sorgte Starkregen am Samstag für Überschwemmungen.

Bei starkem Regen ist eine Straße überflutet. Auch in Sachsen-Anhalt sorgte Starkregen am Samstag für Überschwemmungen. © Matthias Bein, dpa

Aufgrund von Starkregen und Gewitter ist es am Samstag in weiten Teilen Niederbayerns zu Autounfällen, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde der Großteil der rund 20 Einsätze im Bereich Kelheim und Landshut verzeichnet.

Im Landkreis Dingolfing fing ein Strommast Feuer, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen war. Verletzt wurde dabei niemand.

Auch die Oberpfalz war betroffen. In einer Asylunterkunft in Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzberg) schlug laut den Beamten ein Blitz in die Telefonleitung ein. Es brannte jedoch nicht, niemand wurde verletzt.

In Altdorf standen mehrere Keller unter Wasser, vereinzelt waren auch Straßen überschwemmt. Im Stadtgebiet gab es insgesamt 16 Einsätze, wie die Feuerwehr Altdorf mitteilt. Abgewickelt wurden diese Einsätze mit den FF Altdorf, Grünsberg, Hagenhausen, Ludersheim, Rieden und Röthenbach b. Altdorf.


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Der Starkregen verursachte auf der Autobahn 93 drei Unfälle. Aufgrund Aquaplanings waren die Wagen ins Schleudern geraten und krachten in die Leitplanke. Mindestens eine Person wurde dabei leicht verletzt, wie die Polizei am späten Samstagabend mitteilte.

In Oberfranken hat die Polizei mehr als 100 Einsätze nach dem Unwetter verzeichnet. Es habe besonders viele Einsätze in den Regionen um Bindlach (Landkreis Bayreuth) und im Landkreis Coburg gegeben, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte.


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Dabei handelte es sich vor allem um vollgelaufene Keller. Auch bei Gößweinstein (Landkreis Forchheim) mussten die Feuerwehr und die Polizei ausrücken. Dort kann es zu einem Erdrutsch, die betroffene Straße wurde zeitweise gesperrt. Durch das Wetter bedingte Unfälle verzeichnete die Polizei dem Sprecher zufolge nicht. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.

Starkregen hat auch in Unterfranken zu mehreren Unfällen und Feuerwehreinsätzen geführt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, verursachte ein 58 Jahre alter Autofahrer auf der Autobahn 3 bei Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg) aufgrund zu hoher Geschwindigkeit bei Starkregen einen Unfall. Die Autobahn musste zwischenzeitlich gesperrt werden. Verletzt wurde bei dem Unfall am Samstag niemand.

Außerdem waren zahlreiche Keller vollgelaufen, Straßen überschwemmt und Bäume umgefallen. Ein umgefallener Baum hat bei Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) zusätzlich einen Unfall verursacht. So konnte ein 18-Jähriger in der Nacht zu Sonntag gerade noch rechtzeitig vor dem umfallenden Baum bremsen. Jedoch erkannte ein hinter ihm fahrender 19 Jahre alter Fahrer die Situation zu spät und fuhr auf das Auto des 18-Jährigen auf.

Auch bei Oberstreu im Landkreis Rhön-Grabfeld musste die Feuerwehr zahlreiche Keller leer pumpen. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

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