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Donnerstag, 15.04.2021

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Unwetter-Bilanz in Franken: Rund 430 Feuerwehr-Einsätze in der Region

Bis tief in die Nacht hinein zogen sich die Aufräumarbeiten - 12.08.2020 10:46 Uhr

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Geflutete Straßen und umgestürzte Bäume: Unwetter wüten in Franken

In den letzten Tagen stieg das Thermometer in und um Nürnberg herum auf teilweise bis zu 37 Grad - nach Tagen der Hitze, gab es am Dienstag dann den großen Knall: Heftige Gewitter zogen durch die Region und hinterließen Bilder der Verwüstung.


379 Einsätze verzeichnete allein die Integrierte Leitstelle Nürnberg, die auch für die Städte Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Fürth, Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land zuständig ist. "Es ging vor allem um vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume", sagte Karsten Albrecht von der Leitstelle. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

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Heftige Unwetter in Erlangen: Über 300 Feuerwehreinsätze

Ein schweres Unwetter, das am Dienstag gegen 18 Uhr über Erlangen zog und neben Sturmböen und Hagel erhebliche Regenmengen mitbrachte, hat im gesamten Stadtgebiet für erhebliche Schäden gesorgt. Feuerwehr und THW sind die ganze Nacht im Dauereinsatz, um Keller leer zu pumpen und umgestürzte Bäume zu beseitigen. Die Abarbeitung der insgesamt rund 300 Einsatzstellen dauert voraussichtlich noch den ganzen Mittwoch. Über die Höhe der Sachschäden ist noch nichts bekannt.


Das Gros der Einsätze entfiel auf die Stadt Erlangen (228) und den Kreis Erlangen-Höchstadt (136). Allerdings sind nach Informationen des Bayerischen Rundfunks drei Insassen eines Kleinbusses in Erlangen im letzten Moment von der Feuerwehr gerettet worden. Das Fahrzeug war in einer vollgelaufenen Unterführung stehengeblieben. Die Feuerwehr warnt grundsätzlich davor, bei Starkregen in Unterführungen einzufahren.

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Kuh in Not, Bäume umgestürzt: Unwetter trifft Roßtal mit Wucht

Im Roßtaler Ortsteil Clarsbach bescherte das Unwetter der Feuerwehr viel Arbeit: In der Ortsmitte stürzte ein riesiger Baum um. Auf dem Bauernhof der Familie Sippel wurde eine Weide überschwemmt, Ziegel lösten sich vom Stalldach.


30 Einsätze vermeldet die Leitstelle Mittelfranken-Süd. In Polsdorf im Landkreis Roth fing ein Garagendach Feuer, nachdem der Blitz eingeschlagen hatte. Auch hier gab es jedoch keine Verletzten. Ansonsten sei es bei den Einsätzen vor allem um "sehr viel Wasser" gegangen, sagt Schichtleiter Uwe Lindner, also zum Beispiel um überschwemmte Straßen. Die Integrierte Leitstelle Ansbach wiederum verzeichnet für ihren Zuständigkeitsbereich 21 Einsätze wegen überschwemmter Fahrbahnen oder Bäumen, die vom Unwetter gefällt wurden.



Marco Puschner

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