Auswirkungen auf Regional- und Fernverkehr

Wegen Bauarbeiten: Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg wird teils gesperrt

Arno Stoffels
Arno Stoffels

Region und Bayern

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26.11.2021, 14:48 Uhr
Seit Ende 2017 in Betrieb, aber noch längst nicht fertiggestellt: Die Bahn-Schnellstrecke Nürnberg - Berlin, auf der die ICE - wie hier am Tunnel Eierberge in Thüringen - mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde fahren. 

© Deutsche Bahn AG Seit Ende 2017 in Betrieb, aber noch längst nicht fertiggestellt: Die Bahn-Schnellstrecke Nürnberg - Berlin, auf der die ICE - wie hier am Tunnel Eierberge in Thüringen - mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde fahren. 

Die Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Berlin wurde vor rund vier Jahren mit viel Tamtam eingeweiht.

Doch fertiggestellt ist das rund elf Milliarden Euro teure "Verkehrsprojekt der Deutschen Einheit Nummer 8" noch lange nicht.

Davon wird erst die Rede sein können, wenn der Knoten Bamberg viergleisig für den Bahnverkehr ausgebaut ist. Das wird allerdings nicht vor 2030 der Fall sein und bis dahin wird es immer wieder Baustellen entlang der Strecke geben.

So ist es auch jetzt wieder. Wie die DB mitteilt, wird es von 1. bis 5. Dezember zu einer Totalsperrung des Streckenabschnitts Bamberg - Ebensfeld kommen. Die ICE werden in dieser Zeit umgeleitet, die Regionalzüge durch Busverkehr ersetzt.

Neue Gleise

Während der Totalsperrung bindet die Bahn unter anderem die zwei neu errichteten Bahngleise in Hallstadt an die bestehende Infrastruktur an und baut den baubedingten Behelfsbahnsteig an der Station Hallstadt zurück.

Dafür geht der neue barrierefreie Mittelbahnsteig samt Aufzug in Betrieb. Damit sei ein weiterer wichtiger Meilenstein im Projekt erreicht, so die Bahn.

Dafür müssen aber alle regulär zwischen Erfurt und Nürnberg verkehrenden Fernverkehrszüge mit einer Fahrzeitverlängerung von rund 100 Minuten großräumig über die Schnellfahrstrecke Fulda – Würzburg umgeleitet werden.

ICE hält nicht mehr

Daher entfallen im genannten Zeitraum alle ICE-Halte in Coburg, Bamberg und Erlangen. Der Großteil der Sprinter-Verbindungen München – Berlin entfällt auf dem kompletten Laufweg.

Der Fernverkehrsknoten Nürnberg ist laut Bahn aber weiterhin mit dem Regionalverkehr erreichbar - allerdings auf der Straße und nicht auf der Schiene.

Ersatzverkehr mit Bussen

Denn hier fallen die Züge der Linien RE 14, RE 19, RE 35, RE 42, RE 49 und RB 25 zwischen Bamberg und Lichtenfels/Coburg aus und werden durch Busse ersetzt.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember entfallen zudem einzelne Züge von zwischen Nürnberg und Bamberg.

Die Fahrplanänderungen sind in den elektronischen Fahrplanmedien bereits eingearbeitet. Die Deutsche Bahn bittet Reisende, Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für eventuelle Unannehmlichkeiten und Lärmbelästigungen.

Zur Hälfte fertig

Die 83 Kilometer lange Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld ist nach Angaben der DB inzwischen etwa zur Hälfte fertig gestellt.

Während die 230 Kilometer lange Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt - Leipzig/Halle Ende 2017 eröffnet wurde, befinden sich Abschnitte bei Forchheim und Hallstadt im Bau, im Anhörungsverfahren ist der Bahnknoten Bamberg.

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