Theaterprojekt

Der "Glückskeks" holt Sigi Zimmerschied nach Weißenburg

Jan Stephan

Weißenburger Tagblatt

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28.2.2022, 14:50 Uhr
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© Jan Stephan, NN

Der aus Passau stammende Zimmerschied ist seit Jahrzehnten eines der prägenden Gesichter der bayerischen Kabarettlandschaft und hat in den vergangenen 15 Jahren zudem eine beeindruckende Kino- und TV-Karriere hingelegt. Der Charakterkopf spielt in seinen Rollen meist kantige-kauzige Bayern mit einem Hang zum Skurrilen.

Er wirkte in nahezu allen wichtigen Fernsehformaten der vergangenen Jahren mit. Hatte mehrfach große Rollen in Tatort, Polizeiruf oder Rosenheim-Cops, spielte zwei Jahre im Ensemble vom Hubert und Staller und wirkte in Filmen von Marcus H. Rosenmüller oder zuletzt im auf Amazon Prime veröffentlichten „Boanlkramer“-Film vom Joseph Vilsmaier mit.

Eberhofer-Krimis und mehr

Berühmt wurde er einem breiteren Publikum in den für ein Millionen-Publikum im Kino verfilmten Krimis von Rita Falk. In „Dampfnudelblues“, „Winterkartoffelknödel“, „Schweinskopf al Dente“ oder zuletzt „Kaiserschmarrndrama“.

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© Franziska Schrödinger

In Weißenburg wird Zimmerschied in dem Stück „Der größte Glückskeks“ von Stadtschreiber Clemens Berger die Rolle des Heiligen Trinkers spielen. Einem Obdachlosen, den in der Stadt kaum jemand bemerkt, der aber über Nacht wichtig wird, als er im Lotto gewinnt.

Er beschließt, seine Millionen demjenigen zu schenken, der die beste Idee hat, um Weißenburg besser zu machen. Kaum hat der Mann Geld, schon hat er auch Freunde. Die Stadtgesellschaft macht ihm seine Aufwartung, präsentiert ihre Ideen und versucht ihn mit Geschenken gewogen zu stimmen. Der Heilige Trinker nimmt das mit einem ironischen Lächeln zur Kenntnis.

Idealbesetzung für die Rolle im "Glückskeks"

Zimmerschied scheint für die Rolle das kauzigen und nachdenklichen Außenseiters mit großen Monologen eine Idealbesetzung. Zimmerschied zeigte sich nach Anfrage von Weißenburgs Kulturamtsleiterin Andrea Persch und Projektleiterin Antje Wagner schnell interessiert an dem ungewöhnlichen Projekt. Nicht zuletzt deshalb, weil er Regisseur Georg Schmiedleitner künstlerisch sehr schätzt, der nach dem „Lebkuchemann“ auch beim zweiten Weißenburg-Stück „Der größte Glückskeks“ wieder Regie führt.

„Zunächst einmal möchte ich meine Überraschung und Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass ein derart ambitioniertes Projekt in einer bayerischen Stadt jenseits der Metropolen möglich ist“, schrieb Zimmerschied in einer ersten Reaktion an die Stadt. „Und ich gestehe, hätte man mich gebeten drei bayerische Städte zu benennen, in denen ich ein solches Projekt für denkbar halte, Weißenburg wäre nicht dabei gewesen.“

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