Basketball-Regionalliga

Ansbach gegen die VfL-Baskets - immer ein reizvolles Derby

Uwe Mühling

7.5.2022, 10:07 Uhr
So viel Einsatz und Action wie im Hinspiel (unser Bild) ist diesen Samstag, 7. Mai, auch wieder beim Derby-Rückspiel in Ansbach zu erwarten. Ende März gewannen die VfL-Baskets knapp mit 93:92.
 

© Uwe Mühling, WT So viel Einsatz und Action wie im Hinspiel (unser Bild) ist diesen Samstag, 7. Mai, auch wieder beim Derby-Rückspiel in Ansbach zu erwarten. Ende März gewannen die VfL-Baskets knapp mit 93:92.  

Sportlich geht es in dieser von Corona geprägten Saison eigentlich um nichts mehr, oder wie es VfL-Coach Stephan Harlander flapsig ausdrückt: „Der Liga-Status ist letztlich wurschd.“ In der Tat ist der Klassenerhalt in den Play-downs sowohl für die Treuchtlinger als auch für die Ansbacher längst gesichert. Und dennoch ist es ein besonderes Match, das beide Teams unbedingt gewinnen wollen.

Piranhas haben zugebissen

Zum einen aufgrund des speziellen Derby-Charakters, zum anderen weil es letztlich noch um die Platzierung in der Abschlusstabelle der Abstiegsrunde geht. Hier haben die VfL-Baskets momentan mit 16 Punkten die Nase vor Vilsbiburg (ebenfalls 16, aber schon eine Niederlage mehr als Treuchtlingen) und vor hapa Ansbach (12). Die Piranhas, wie sich die Korbjäger des TSV 1860 Ansbach auch nennen, haben zuletzt zweimal richtig zugebissen und binnen vier Tagen beide Duelle gegen den bisherigen Primus Vilsbiburg gewonnen. „Sie haben eine kleine Siegesserie im Kreuz und werden top motiviert sein“, sagt Stephan Harlander über den Gegner und alten Rivalen aus der Bezirkshauptstadt.

„Top motiviert“ werden aber auch die Treuchtlinger in die Partie gehen, unterstreicht der Coach und hofft zugleich, dass auch jeder seiner Spieler zur „Topform“ findet. Im Hinspiel war das sicherlich nicht der Fall. Dennoch gewannen die VfL-Baskets in der Weißenburger Landkreishalle mit 93:92. Das Spiel war so eng, wie es das Ergebnis ausdrückt, und letztlich hatten die Treuchtlinger auch die nötige Portion Glück für den Prestigeerfolg.

Damals, Ende März, war es das erste Match der Play-downs für den VfL. Und es war der Start in eine tolle Serie. Fünf weitere Siege folgten seither und haben die Treuchtlinger ganz nah an ihr Ziel gebracht, denn: „Wir wollen alle acht Spiele der Play-downs gewinnen“, hatte Stephan Harlander schon vor dem Start als Marschroute ausgegeben. Eine Vorgabe, die seine Jungs bislang vollends erfüllt haben, auch wenn die Leistungen nicht immer stabil waren und es gerade in der Defensive regelmäßig haperte. Dieses Manko glichen die Korbjäger aus der Altmühlstadt jedoch in der Offensive aus: Vier der sechs Siege wurden mit dreistelligen Ergebnissen verbucht.

Was nun im zweiten Derby herauskommt, wird sich zeigen. Für Stephan Harlander ist aber schon im Vorfeld klar, „dass Ansbach genauso wenig wie wir etwas in den Play-downs verloren hat“. Insofern dürften sich alle Zuschauer auf einen wie immer sehr interessanten Vergleich zweier Teams freuen, die derzeit einen guten Lauf haben und unbedingt gewinnen wollen.

Florian Beierlein angeschlagen

Die Treuchtlinger können voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Ein Fragezeichen gibt es noch beim angeschlagenen Florian Beierlein, der zuletzt starke Auftritte hingelegt hat. Trainer Harlander geht aber davon aus, dass Beierlein dabei sein wird. Moritz Rettner, Aaron Lyuverovych und Yannick Rapke, die zuletzt ausfielen, stehen wieder zur Verfügung. Der endgültige Kader wurde wie immer erst nach dem Abschlusstraining am Freitagabend festgelegt.

Welche zwölf Spieler letztlich am Bogen stehen werden, wird man sehen. Sie werden aber auf jeden Fall ein klares Ziel haben: Gewinnen! „Es geht um Platz eins und darum, dass wir tatsächlich alle acht Spiele der Play-downs für uns entscheiden“, sagt Trainer Stephan Harlander und fügt noch eines hinzu: „Das wäre ein super Saisonabschluss.“ Nach dem Derby in Ansbach folgt als Letztes noch das Heimspiel gegen Würzburg am Samstag, 14. Mai.

Der VfL-Kader: Stefan Schmoll, Claudio Huhn, Florian Beierlein, Simon Geiselsöder, Luca Wörrlein, Jonathan Schwarz, Arne Stecher, Kevin Vogt, Tobias Hornn, Moritz Schwarz, Moritz Rettner, Aaron Lyuverovych, Yannick Rapke, Paul Mutterer und Jakob Vitzethum.

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