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Mittwoch, 03.03.2021

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Bayerischer Rundfunk gründet Büro in Weißenburg

Der BR will mit einem Korrespondenten aus der Region berichten - 02.02.2021 06:27 Uhr

Der BR kam nicht oft nach Weißenburg (hier mit der „Bayerntour““ mit Carolin Reiber in der Schranne). Die Römerstadt wird medientechnisch aber groß aufgerüstet: Denn auch Weißenburg bekommt schon bald ein eigenes BR-Korrespondentenbüro.

01.02.2021 © Archivfoto: Markus Steiner


In Zukunft wird ein Korrespondent dauerhaft seinen Sitz in der Römerstadt haben und verstärkt über Themen aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sowie dem südlichen Landkreis Roth berichten. Das Studio wird technisch so ausgestattet sein, dass eine Berichterstattung "für alle Ausspielwege des BR (Hörfunk, Fernsehen, Online) sowie die ARD möglich sein wird", heißt es in einer Pressemitteilung des BR. Organisatorisch wir das neue Seenland-Studio an die BR-Außenstelle in Ansbach angebunden sein.

Aus medialer Sicht ist das für den ganzen Landkreis eine spannende Nachricht. Die erhöhte BR-Präsenz dürfte zu einer stärkeren landesweiten Berichterstattung über die Region führen. "Unser Fokus liegt darauf, regionale Themen, die für den gesamten Freistaat interessant sind, für das Programm im BR und in der ARD aufzubereiten", heißt es in der Pressemitteilung.

Das Studio Fränkisches Seenland ist in Zukunft einer von 30 Korrespondentenstandorte des BR in ganz Bayern, von denen 56 Journalisten aus der Fläche für Radio und Fernsehen berichten. Neben dem neuen Studio in Weißenburg soll es einen weiteren neuen Standort in Bayern geben, der bislang noch nicht veröffentlicht ist.

Immobilie im Zentrum gesucht

Die neue Präsenz in Weißenburg wurde allerdings auch erst auf die Recherchen des Weißenburger Tagblatts bestätigt. Denn hinter den Kulissen arbeitet der Bayerische Rundfunk noch an den Details. "Derzeit befinden wir uns noch auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie", hieß es auf Anfrage. Die soll nach Informationen unserer Zeitung im Zentrum der Stadt gelegen sein. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.

Das gilt auch für die Besetzung der Korrespondentenstelle. "Die ReporterInnen stammen oft aus dem jeweilige Berichtsgebiet und sind Teil der regionalen Gemeinschaft", äußerte man sich allgemein zu den personellen Vorstellungen.



Bei dem geplanten Erweiterungsprozess in die Fläche setzte sich Weißenburg nach Informationen unserer Zeitung gegen Neumarkt in der Oberpfalz durch. Der BR bestätigte das nicht direkt. Er wies lediglich darauf hin, dass für den Standort Weißenburg gesprochen habe, dass er von den bisherigen Büros vergleichsweise schlecht zu erreichen war.

Lückenschluss in Neumarkt

Für den Bereich Neumarkt in der Oberpfalz arbeite man aber an einem ähnlichen Lückenschluss des Korrespondentennetzes, verlautbarten die BR-Verantwortlichen. Mit den geplanten Erweiterungen um zwei neue Korrespondentenbüros sei man in Zukunft von jedem Ort Bayerns aus innerhalb von 60 Minuten für Radio und Fernsehen live-sendefähig.

Die Entscheidung für den Aufbau eines Studios Fränkisches Seenland sei als langfristige Festlegung zu verstehen, stellte die Pressestelle des BR fest. Schon wegen der Investitionen in Bau und Technik. Damit wird die Stadt und der Landkreis wohl dauerhaft um eine renommierte Medienpräsenz reicher.

JAN STEPHAN

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