Mittwoch, 21.04.2021

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Beim Ferienjob in Altmühlfranken ist heuer alles anders

Die Anstellung von Aushilfen ist für die Unternehmen besonderer Balanceakt - 31.08.2020 06:52 Uhr

Sehr unterschiedlich ist die Situation in der Gastronomie in der Region. Während man direkt am See dankbar für Aushilfen ist, ist der Bedarf weiter weg in diesem Corona-Sommer eher gering. Auch sonst gibt es nur eingeschränkt Ferienjobs.

30.08.2020 © Foto: Stefan Hippel


Durch die Corona-Hygienemaßnahmen sei eine große Portion Aufwand hinzugekommen, erklärt Jäger: Das Desinfizieren der Tische und Stuhllehnen, das Platzieren der Gäste und die Aufnahme der Kontaktdaten – all das könne man sonst gar nicht bewältigen, erklärt die Betreiberin des Gasthofes. Die in großer Zahl kommenden Tagesgäste halten die Ferienjobber im Seenland insofern ganz schön auf Trab.

Ein konträres Bild zeichnet sich hingegen in der Weißenburger Innenstadt ab. Dort hat etwa Matthias Pröls heuer keinen einzigen Ferienjobber eingestellt. Normalerweise würden sich diese von selbst jeden Sommer bewerben, erklärt der Besitzer des Hotel-Gasthofs "Schwarzer Bär". Allerdings sei in diesem Sommer der Bedarf an einer studentischen Aushilfskraft ohnehin nicht vorhanden, so seine Erfahrung.

In der Weißenburger "McDonalds"-Filiale hätte man hingegen durchaus Ferienjobber angestellt. Gemeldet hat sich auf das Inserat, das seit über einem Monat im Internet zu finden ist, allerdings niemand. Letztlich sei es nun aber auch zu spät, erklärt ein Sprecher auf Anfrage.

Gutmann hat reduziert

Ein beliebtes Terrain für Schüler und Studenten sind in den Sommermonaten neben der Gastronomie auch die großen Unternehmen, wie die Gutmann AG oder Schwan Stabilo. Bei Gutmann gebe es schon seit einigen Jahren relativ wenige Ferienjobber, lässt das Unternehmen auf Anfrage wissen. Rund zehn Schüler und Studenten sind dort derzeit eingestellt, die meisten von ihnen seien dem Unternehmen bereits bekannt, erklärt ein Sprecher. Man stelle dort seit ein paar Jahren immer wieder die gleichen Ferienjobber an, da man diese als zuverlässiges Personal schätzen gelernt habe.

Schwan Stabilo setzte in den Monaten April und Mai die Ferienarbeit zunächst aus und beschäftigt seit Juni wieder Studenten, FOSBOS-Absolventen und Abiturienten, die mindestens 18 Jahre alt sind. In Anbetracht der Corona-Pandemie habe man dort allerdings die Anzahl der Stellen auf etwa ein Drittel reduziert.

Der Schulbeginn sorgt für Bedarf

Aktuell befindet sich das Unternehmen aktuell in der "Back to school"-Phase, so eine Sprecherin. Gemeint sind damit die Wochen vor und kurz nach dem Schulstart, in denen es generell einen erhöhten Personalbedarf gibt. Die Ferienjobber sind noch bis Mitte September in den Bereichen Montage und im Versand beschäftigt, ließ das Unternehmen wissen.

Dabei hatte es im Vorfeld durch die Corona-Pandemie einen erhöhten Organisationsaufwand gegeben: Zwar hätten alle ihre Stellen, für die sie sich beworben haben, angetreten. Allerdings mussten einige Studenten noch einmal den Zeitraum ihrer Anstellung nachjustieren: Etwa, weil das Semester früher aufgehört oder länger angedauert hat, als ursprünglich gedacht.

lid

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