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Bestnoten für die Weißenburger Geschäftswelt

Im bundesweiten Vergleich von 131 Städten auf Rang 3 - 18.02.2018 16:47 Uhr

Besser geht es fast nicht mehr: Die Kunden der Weißenburger Geschäfte und Dienstleister sind mit deren Freundlichkeit mehr als zufrieden. Im bundesweiten Vergleich klettert Weißenburg auf Platz drei nach oben. Nicht nur die Unternehmer in der Altstadt (unser Bild entstand vom Andreasturm aus) dürfen sich über dieses Spitzenergebnis freuen.

18.02.2018 © Robert Renner


Im Januar haben die Interviewer des niederbayerischen Marktforschungsinstituts MF Consulting Dieter Grett rund 900 repräsentativ ausgewählte Personen befragt. Die sollten beantworten, in welchem von 72 Geschäften sie in den vergangenen zwölf Monaten etwas gekauft haben oder sich haben beraten lassen. Es wurde nach der Zufriedenheit mit der Freundlichkeit, der Beratungsqualität und dem wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis in den Geschäften gefragt.

Ziel der Studie ist es, den Unternehmern ein Bild ihrer Firma aus Sicht der Kunden zu geben. Durchschnittlich 87,3 Prozent der 905 Befragten gaben an, dass sie mit der Freundlichkeit in den ausgesuchten Geschäften zufrieden oder sehr zufrieden sind. Möglich waren Noten von eins bis vier.

Die Branchen stellen sich sehr un­terschiedlich dar. Die Augenoptiker, die Bekleidungsgeschäfte und die lokalen Apotheken präsentieren sich im bundesweiten Branchenvergleich von MF Consulting sogar als „Deutsche Meister“. Die übrigen Branchen präsentieren sich ebenfalls in sehr guter Verfassung. Sie blieben alle stets über der wichtigen 80-Prozent-Kundenzu­friedenheitsgrenze.

Einzelne Ergebnisse hat MF Consulting Dieter Grett nicht veröffentlicht. Die können die Betriebe dann käuflich erwerben. Auch das Marktforschungsunternehmen muss schließlich Einnahmen generieren. Deshalb sind die vorgelegten Zahlen immer eher allgemein gehalten und vor allem sind kei­ne Namen genannt.

Den besten Wert bei Freundlichkeit weist beispielsweise „eine Bäckerei mit dem Traumergebnis von 96,3 Prozent Zufriedenheitsgrad auf“. Es folgen knapp dahinter eine Apotheke und eine Kfz-Vertragswerkstatt mit jeweils 96,1 Prozent, ein Fitnesscenter und ein Augenoptiker mit jeweils 95,0 Prozent, ein Modehaus und ein Elektronikgeschäft mit jeweils 94,4, ein Geldinstitut mit 94,1 und ein Uh­ren-/Schmuckgeschäft mit 92,2 Prozent Zufriedenheitsgrad. Die bedenklichsten Ergebnisse beim Merkmal Freundlichkeit finden sich bei einem Elektronikgeschäft mit 61,2 und einer Bäckerei mit 59,7 Prozent Zufriedenheitsgrad.

Betrachtet man die Konsumentengruppen nach ihrem Alter, so urteilen die Verbraucher im Alter zwischen 18 und 25 Jahren oft eher kritischer als ältere Käufer. Am zufriedensten unter den Berufsgruppen sind im Schnitt die Rentner. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird besonders von vielen jungen Familien (26-35 Jahre) oft kritisch beurteilt.

„Das Anspruchsdenken gegenüber dem Facheinzelhandel in den Innenstädten ist in den vergangenen zehn bis 15 Jahren enorm gestiegen“, schreibt MF Consulting Dieter Grett in einer Pressemitteilung. Seit die Kunden mehr und mehr im Internet shoppen, erwarten sie vom stationären Einzelhändler noch mehr als früher. Eine freundliche und kompetente Beratung ist hier die Basis für die Kundenzufriedenheit. Sonst macht sich schnell Enttäuschung breit.

Das subjektiv wahrgenommene Preis-Leistungs-Verhältnis wird 2018 in vielen der untersuchten Branchen besser wahrgenommen als vor drei Jahren. „Bei vielen Firmen ist klar eine starke Korrelation zwischen positiv wahrgenommener Freundlichkeit und einem positiv wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis festzustellen und unterstreicht die Bedeutung von freundlichen Mitarbeitern/innen“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Gerade die inhabergeführten Geschäfte weisen nach Mitteilung von MF Consulting Dieter Grett häufig überdurchschnittlich gute Werte auf. Es ist jedoch festzustellen, dass auch in Weißenburg eine sehr breite Spanne zwischen sehr guten und weniger gu­ten Geschäften bei der „Freundlichkeit“ aus Sicht der Kunden besteht. Eine Beobachtung, die die Fachleute auch in anderen Städten gemacht ha­ben. Die Marktforscher gehen davon aus, dass die Polarisierung bei der Kundenzufriedenheit noch zunehmen wird – besonders in größeren Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern.

Robert Maurer

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