Bürgermeisterwahl in Pleinfeld wurde zum echten Wahlkrimi

19.3.2014, 18:04 Uhr
Gewinner und Verlierer: Wahlsieger Markus Dirsch (li.) strahlte, als er das Ergebnis erfuhr. Er dankte Josef Miehling, der zwölf Jahre Bürgermeister in Pleinfeld war.

Gewinner und Verlierer: Wahlsieger Markus Dirsch (li.) strahlte, als er das Ergebnis erfuhr. Er dankte Josef Miehling, der zwölf Jahre Bürgermeister in Pleinfeld war.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen wechselte fast mit jedem ausgezählten Wahlbezirk. Bis dann nach Auszählung der vier Briefwahlbezirke Dirsch mit 52,2 Prozent vorne lag und frenetischer Jubel bei den CSU-Anhängern ausbrach.

Rund fünf Dutzend Pleinfelder verfolgten den Nervenkrieg in der Aula der Grundschule, wo das Ergebnis auf Großleinwand übertragen wurde. Dirsch war wenige Minuten nach der Bekanntgabe des Ergebnisses in die Schule gekommen, wo ihn viele Gratulanten beglückwünschten. Miehling kam wenige Minuten später mit seiner Gattin Erika und gratulierte ebenfalls.

Dirsch bedankte sich bei Miehling für den fairen Wahlkampf und das Engagement in den vergangenen zwölf Jahren. Er wünsche sich, dass Miehling ihm als Politneuling mit Rat und Tat zur Seite stehe. Miehling kündigte an, sich aus der Pleinfelder Kommunalpolitik zurückziehen zu wollen.

Banker gegen Bahnbeamten, Bewährtes gegen Neues – unter diesen Stichworten könnte man den Wahlkampf in Pleinfeld zusammenfassen, den am Ende Dirsch gewann. Dass es so ausgehen wird, darauf hätte in der Rezatkommune keiner große Summen gewettet. Zu unsicher waren sich selbst Insider, ob es am Ende reichen wird.

Dirsch hat einen aufwendigen Wahlkampf betrieben. Miehling wies dagegen auf die Erfolge seiner zwölfjährigen Amtszeit hin und warb erneut für das Vertrauen. Dirsch gab vor der Wahl die Parole aus, dass er "jung und alt genug" sei, um für Pleinfeld etwas zu bewegen. Als konkrete Ziele in seinem Wahlprospekt nannte er sechs Schlagworte: Finanzen ordnen, bezahlbares Bauland schaffen, Tourismus beleben, Wirtschaft entwickeln und Ehrenamt fördern. Dafür wird er in den sechs Jahren genügend Zeit haben.

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