Sonntag, 23.02.2020

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Der Kulturpreis Bayern geht nach Störzelbach

Vanessa Tutsch wurde für ihre wissenschaftliche Arbeit zu Emotionen professioneller Sänger geehrt. - 04.12.2019 15:44 Uhr

Vanessa Tutsch aus Störzelbach hat den Kulturpreis Bayern erhalten. Minister Bernd Sibler und Bayernwerk-Chef Reimund Gotzel überreichten ihn. © Foto: Bayernwerk


Überreicht wurde er von Reimund Gotzel, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayernwerk AG, und Bernd Sibler, dem Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Der Kulturpreis Bayern des Bayernwerks wurde zum 15. Mal für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft vergeben. Den Preis erhalten die 33 besten Absolventen staatlicher Hochschulen, fünf Kulturschaffende und ein Sonderpreisträger. "All unsere Preisträger gestalten die Kultur, Wissenschaft und Kunst Bayerns aktiv mit und setzen Impulse für unsere Zukunft. Der Kulturpreis Bayern ist ein Zeichen der Würdigung und des Dankes dafür", erklärte Gotzel.

Die Arbeiten der Absolventen und Doktoranden kommen dabei aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Sie bilden ein großes Spektrum geselschaftlich relevanter Themen ab, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayernwerks. Vanessa Tutsch, die durch ihre Auftritte mit der beliebten Kapelle "Die Störzelbacher" in der Region als vielseitige Sängerin und Musikerin bestens bekannt ist, setzt mit ihrer Arbeit in einem bislang sehr wenig erforschten Feld an: Welche Rolle spielen die Emotionen eines Musikers bei der Erarbeitung und Aufführung eines Stücks?

In einer Weiterführung einer Studie der niederländischen Musikpsychologin Anemone van Zijl, in der diese Fragestellung Instrumentalisten galt, befasst sich die Arbeit von Vanessa Tutsch dagegen mit angehenden professionellen Sängern. Fünf Musikstudenten werden dabei während des Einübungsprozesses und bei der Aufführung eines Musikstücks begleitet. Sie führen ein Übungstagebuch und werden in mehreren Interviews zu Beginn und am Ende befragt.

Vanessa Tutschs Ergebnisse zeigen, dass die Rolle der Emotionen sehr komplex ist und sich im Lauf des Übeprozesses bis zum Zeitpunkt der Aufführung verändert, heißt es in dem Pressetext von Bayernwerk. Die Studie liefert tiefergehende Erkenntnisse, wie individuell Sänger mit Emotionen umgehen und wie sich im Prozessverlauf die eigenen Emotionen der Sänger zunehmend den in der Musik hörbaren annähern, um eine ausdrucksstarke Performance zu erreichen.

Neben den 33 besten Absolventen wurden folgende fünf Kunstpreisträger ausgezeichnet: das Musikerduo Coconami, der Bildhauer Sebastian Kuhn, die Schauspielerin Juliane Köhler, die Dellnhauser Musikanten und der Kabarettist Django Asül. Den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhielt Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer.

Die fünf Preisträger in der Sparte Kunst werden von einer Fachjury ausgewählt. Außerdem verleiht das Bayerische Kunstministerium noch einen Sonderpreis. Die 33 Preisträger der bayerischen Hochschulen und Universitäten werden von ihrer jeweiligen Hochschule benannt. Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit je 5000 Euro dotiert, in der Sparte Hochschulen mit je 2000 Euro. Alle Preisträger erhalten zudem die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffene Bronzeplastik "Gedankenblitz".

Den Kulturpreis Bayern verleiht das Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2005. Er geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals im Jahr 1959 verliehen wurde.

wt

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