Fußball-Kreisliga West

Die DJK Stopfenheim bremste den Wettelsheimer Erfolgsexpress

23.11.2021, 10:53 Uhr
Der Torjäger als

Der Torjäger als "Ausputzer": Fabian Eberle (links), zweifacher Torschütze für Wettelsheim, musste hier im eigenen Strafraum gegen die Stopfenheimer klären. © Uwe Mühling, WT

Der Tabellenzweite TV Büchenbach gewann derweil mit 3:0 gegen Absberg und ist jetzt bis auf zwei Punkte am SVW dran. Im Tabellenkeller verlor die SG Ramsberg/St. Veit mit 1:3 beim SV Marienstein. Zumindest einen Punkt im Abstiegskampf konnte der SSV Oberhochstatt im Heimspiel gegen die DJK Veitsaurach verbuchen. Ins Frühjahr verlegt wurde das Heimspiel des TSV 1860 Weißenburg II gegen den SV Rednitzhembach. Ein Spieltag ist in der Kreiskliag am Wochenende 27./28. November noch angesetzt.

DJK Stopfenheim - SV Wettelsheim 2:2

Johannes Börlein, Doppel-Torschütze für die DJK Stopfenheim, war in dieser Szene obenauf. Seine Treffer erzielte der DJK-Kapitän allerdings nicht per Kopfball, sondern mit zwei Elfmetern.

Johannes Börlein, Doppel-Torschütze für die DJK Stopfenheim, war in dieser Szene obenauf. Seine Treffer erzielte der DJK-Kapitän allerdings nicht per Kopfball, sondern mit zwei Elfmetern. © Uwe Mühling, WT

Nach neun Siegen in Folge ging der SV Wettelsheim erstmals wieder nicht als Gewinner vom Platz. Der Tabellenführer und die DJK Stopfenheim lieferten sich einen über 90 Minuten packenden und intensiven Fight und boten den über 200 Zuschauern einen unterhaltsamen Fußball-Nachmittag. Die Hausherren versteckten sich von Beginn an nicht, verteidigten aggressiv und spielten mutig nach vorne. Nach 20 Minuten durfte dann der grün-weiße Anhang erstmals jubeln. Ein schönes Zuspiel von Simon Hüttinger nahm Julian Dürnberger gekonnt mit. Sein Abschluss landete zunächst nur am Pfosten, doch Fabian Eberle verwertete den Abpraller zum 1:0. Der Tabellenführer schien auf Kurs. Die DJK erholte sich davon allerdings schnell und hatte durch Niko Reislöhner die Chance zum Ausgleich. Der DJK-Angreifer scheiterte aber am stark reagierenden SVW-Keeper Markus Kluy. In der 34. Minute tauchte dann erneut Reislöhner vor dem SV-Tor auf. Nach schönem Pass von Johannes Börlein kam Kluy dieses Mal einen Schritt zu spät und brachte Reislöhner im Strafraum zu Fall. Den folgenden Elfmeter verwandelte Kapitän Börlein zum 1:1-Ausgleich.

Über 200 Zuschauer kamen zum Stopfenheimer Sportplatz, um das Landkreisderby gegen Wettelsheim zu sehen.

Über 200 Zuschauer kamen zum Stopfenheimer Sportplatz, um das Landkreisderby gegen Wettelsheim zu sehen. © Uwe Mühling, WT

Kurz darauf köpfte Reislöhner nach einer Schneider-Ecke knapp neben das Tor. Besser machten es die Gäste, die einen Stopfenheimer Ballverlust eiskalt bestraften. Tim Ruppert bediente Eberle, der zum 1:2 einschoss. Auch nach der Halbzeit blieb es eine intensive Partie, in der beide Teams keinem Zweikampf aus dem Weg gingen, ohne dabei allerdings unfair zu Werke zu gehen. Beide Abwehrreihen verteidigten äußerst aufmerksam, sodass die gefährlichen Angreifer auf beiden Seiten selten in Abschlusspositionen kamen. 20 Minuten vor dem Ende hatte der SV die Chance zur Vorentscheidung, doch Matthias Lehmeyers Abschluss ging nur an die Latte. Zehn Minuten vor dem Ende schickte Börlein seinen Mitspieler Reislöhner in Richtung Tor. Nach einem Zweikampf an der Strafraumgrenze entschied Schiri Bosch erneut auf Strafstoß. Wieder trat Börlein an und verwandelte zum zweiten Mal zum 2:2. In den Schlussminuten kam Eberle im Strafraum noch mal zum Abschluss, doch DJK-Keeper Dominik Monatzetter hielt das Leder fest, sodass es am Ende beim durchaus leistungsgerechten Unentschieden blieb.

Stopfenheim und Wettelsheim boten sich ein kampfbetontes und intensives Match, das mit einem 2:2-Unentschieden endete - das gleiche Resultat wie in der Vorrunde.

Stopfenheim und Wettelsheim boten sich ein kampfbetontes und intensives Match, das mit einem 2:2-Unentschieden endete - das gleiche Resultat wie in der Vorrunde. © Uwe Mühling, WT

DJK Stopfenheim: Monatzetter, Schlund, Renner, Daniel Weickmann, Kilian Schneider, Link, David Schneider, Geißlinger, Reislöhner, Daniel Winter, Börlein (eingewechselt: Freidhöfer, Schmidtlein).

SV Wettelsheim: Kluy, Renner, Döbler, Krois, Müller, Lehmeyer, Hüttinger, Dürnberger, Ruppert, Bunz, Eberle (eingewechselt: Pjetraj).

SSV Oberhochstatt – DJK Veitsaurach 0:0

Nach zuletzt enttäuschenden Auftritten und einer schwierigen Tabellensituation hat man sich beim SSV darauf geeinigt, nun die Chance zu nutzen und den geplanten Umbruch deutlich zu beschleunigen. So werden die „Oldies“ Andreas Auernhammer und Hannes Hager künftig die zweite Mannschaft verstärken und Platz für weitere Talente in der „Ersten“ machen. So ließ Trainer Lothar Satzinger gleich sechs Spieler im Alter von 18 und 19 Jahren in derStartelf gegen Veitsaurach ran und hatte zwei weitere Youngster auf der Reservebank. Angeführt von einigen etablierten Spielern, zeigte die sehr junge SSV-Elf eine sehr disziplinierte und ansprechende Leistung. Im ersten Abschnitt vergab Bastian Walcher zwei gute Möglichkeiten für Oberhochstatt. Auf der Gegenseite parierte Michael Hammer gegen Philipp Schneider, der kurz darauf auch noch knapp vorbeizielte (38.).

Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte hatte der SSV in der zweiten Hälfte deutliche Vorteile und ein Chancenplus. Zunächst knallte Toni Siebert aus guter Position drüber (50.). Nach einer Stunde wurde es etwas hektisch, da der ansonsten prima leitende Walter Gabler zunächst einem Gästeakteur nach rüdem Foul gegen Tim Nürminger nur Gelb statt der Roten Karte gab (60.). Eine Minute später wurde Bastian Walcher deutlich im Strafraum zu Fall gebracht, doch das Unparteiischen-Gespann wollte das Foul exakt vor der Linie gesehen haben (61.). Der folgende Freistoß von Stefan Auernhammer wurde durch einen Gästespieler kurz vor dem Einschlag geblockt. Im weiteren Verlauf versäumten Walcher, Jannik Schulze sowie Mohamed Riahi mit einem 25-Meter-Freistoß an die Latte den Siegtreffer der Hausherren. Eine kalte Dusche verhinderte Torhüter Michael Hammer, als er einen Fernschuss gerade noch um den Pfosten lenkte. So blieb es beim torlosen Remis, wobei aus SSV-Sicht ein „Dreier“ für den Tabellenvorletzten redlich verdient gewesen wäre.

SSV Oberhochstatt: Hammer, Jarling, Sitter, Schweinesbein, Nürminger, Masche, Rottler, Walcher, Stefan Auernhammer, Siebert, Eckstein (eingewechselt: Schulze, Riahi, Herbst).

Reserve (B-Mitte): SSV Oberhochstatt II – SF Offenbau II 6:0 durch Tore von Andreas Auernhammer (3), Hannes Hager (2) und Sascha Fuchs.

SV Marienstein – SG Ramsberg/Veit 3:1

Die SG Ramsberg/St. Veit hat das „Sechs-Punkte-Spiel“ beim SV Marienstein mit 1:3 verloren. Zu wenig Ideen und Durchschlagskraft besiegelten die erneute Auswärtsniederlage. In der ersten Halbzeit war das Match noch komplett ausgeglichen. Auf tiefem Geläuf hatten weder Marienstein noch die SG kaum gefährliche Aktionen. Gästespieler Markus Dietze wurde nach einem Abwehrfehler noch abgedrängt. Der SVM näherte sich dem Tor nur mit Weitschüssen an, die nichts einbrachten beziehungsweise von Ersatzkeeper Alexander Mikulasch geklärt wurden. Das 1:0 resultierte für die Gastgeber aus einer Ecke, die Maximilian Lindermeier unbedrängt einköpfte.

Ein Aufbäumen der SG in Halbzeit zwei war zunächst nicht erkennbar. Marienstein zeigte sich hingegen eiskalt im Verwerten der wenigen Torchancen in einem schwachen Kreisligaspiel. Nach 59 Minuten traf Jonas Ferstl nach einer Freistoßflanke sogar für die Gastgeber zum 2:0. Danach kam nochmals Spannung auf. Zunächst scheiterte Dietze an Torhüter Gabriel Rehm, dann jedoch verwandelte der SG-Stürmer einen an Dominik Seitz verursachten Foulelfmeter zum 2:1 (75.). In den nachfolgenden zehn Minuten zeigten sich die Unterschiede: Während zwei Freistöße der Gäste harmlos verpufften, setzten die kampfstarken Mariensteiner den entscheidenden Konter, den Florian Rehm zum 3:1 vollendete. Falls am kommenden Wochenende noch gespielt werden kann, ist Ramsberg/St. Veit in Wettelsheim zu Gast.

SG Ramsberg/St. Veit: Mikulasch, Halmheu, Weidner, Egerer, Seitz, Toth, Prohaska, Treiber, Huf, Dietze, Hobler (eingewechselt: Zottmann und Löffler).

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