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Montag, 20.01.2020

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Die Herausforderungen für Weißenburg

OB Jürgen Schröppel skizzierte, was aus seiner Sicht in den nächsten Jahren an Aufgaben ansteht. - 11.01.2020 07:45 Uhr

Oberbürgermeister Jürgen Schröppel hat die Herausforderungen für Weißenburg in den nächsten Jahren skizziert. Er sprach sich unter anderem dafür aus, den kommunalen Wohnungsbau, hier die Gebäude am Birkenweg, fortzusetzen, um so bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. © Foto: Robert Renner


Dabei wiederholte er in Teilen Aussagen aus seiner Nominierungsrede zum SPD-OB-Kandidaten im September. Und er lud alle Bürger dazu ein, "eine Stadt in der gesunden Balance weiterzuentwickeln". Eine solche sei "eine Stadt, in der es stetig vorwärts geht, wo aber auch jeder seinen Platz findet, wo unterschiedliche Interessen ausbalanciert werden, wo Wirtschaft und Leben keine Gegensätze sind und wo miteinander gearbeitet wird und nicht gegeneinander".

In einer solchen Stadt werde Schwachen geholfen, "ohne die Starken zu schwächen". Kultur und bürgerschaftliches Engagement fänden Raum und Nachhaltigkeit und Klimaschutz seien dort Themen.

Unter diesen eher abstrakten Oberbegriffen gibt es aber auch ganz konkrete Herausforderungen, vor denen Schröppel Weißenburg sieht. Da ist zum einen das Thema Wohnen. Das kommunale Bauprojekt am Birkenweg steht kurz vor der Vollendung. Die Stadt übernehme damit "die Verantwortung dafür, dass es in Weißenburg auch Mietangebote für Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen" gebe, machte der OB deutlich.

Eine Delegation der Regierung von Mittelfranken habe die Wohnungen jüngst besichtigt und der Stadt be- scheinigt, dass sie "ein Vorzeigeobjekt geschaffen" habe, das in Mittel-franken seinesgleichen suche", berichtete der Rathauschef. Nicht zuletzt deswegen sei für ihn klar, dass der Bau keine Eintagsfliege bleiben dürfe. Schröppel: "Wir müssen vielmehr diesen Kurs fortsetzen und es muss einen ,Birkenweg 2.0‘ geben."

Der OB begrüßt ausdrücklich auch die Pläne der Wohnungsgenossenschaft "Eigenheim" zur Umgestaltung des Quartiers Steinleinsfurt. Schröppel nannte das Vorhaben ein "Generationenprojekt, das zu einer Verdoppelung der Wohneinheiten und zu einer sinnvollen Nachverdichtung im Westen unserer Stadt führen wird". Er wolle es mit aller Kraft unterstützen.

Aber auch im Bereich Kinderbetreuung gelte es etwas zu tun. So muss nach Lesart des OB die "Vernetzung aller Akteure optimal auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder zugeschnitten werden". Es gelte Lösungen für Rand- und Ferienzeiten zu finden. Dies ist insofern bemerkenswert, weil die Stadt bisher eine Ausdehnung der Öffnungszeizen der Weißenburger Kindertagesstätten über die Kernbereiche hinaus stets abgelehnt hat.

Inklusion als Thema aller

Als "Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft" bezeichnete Schröppel ferner Barrierefreiheit und Inklusion. Mit der Lebenshilfe gebe es hier einen verlässlichen Partner. Im Bahn-hof mit dem Café LebensKunst und Kooperationen mit der Musikschule sowie in der Kindertagesstätte "Römerschätze" in Steinleinsfurt seien "bereits Zeichen gesetzt".  Als weitere Aufgabe sieht es der OB an, das Radwegenetz weiter zu optimieren. Das wichtigste Verkehrsprojekt zur Entlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr ist für ihn der Weiterbau der Westtangente. Der zweite Bauabschnitt zwischen dem Gewerbegebiet West II und Hattenhof "soll 2020 zu Ende geplant werden, sodass dann 2021 der Bau erfolgen kann", sagte Schröppel.

Weiter nannte er die Dorferneuerungsprozesse in Dettenheim, Oberhochstatt, Haardt und Heuberg. Sie müssten "weiter im Fokus bleiben" und erforderten hohe Investitionen. Und im Kulturbereich gilt es nach Meinung von Schröppel, "den Spirit des Lebkuchenmannes am Leben zu erhalten und das zweite Stadtschreiberprojekt zu einem ähnlichen Erfolg zu machen".

Er dankte Dr. Karl-Friedrich Ossberger, Mathias Meyer und Jan Stephan für das Angebot, nach Franzobel einen zweiten Stadtschreiber zu suchen und dessen Aufenthalt in Weißenburg über Sponsoren zu finanzieren. Der OB: "Gerne habe ich diesen Vorschlag aufgegriffen, und auch der Stadtrat trägt dies mit."

ROBERT RENNER

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