In der Regionalliga Südost

Die Siegesserie der VfL-Baskets Treuchtlingen hält auch im neuen Jahr an

10.1.2022, 14:44 Uhr
Florian Beierlein (links am Ball, hier bei einer Szene des Hinspiels gegen Rosenheims Jguwon Hogges) war einer der beiden Topscorer der VfL-Baskets im Auftaktspiel des neuen Jahres.

Florian Beierlein (links am Ball, hier bei einer Szene des Hinspiels gegen Rosenheims Jguwon Hogges) war einer der beiden Topscorer der VfL-Baskets im Auftaktspiel des neuen Jahres. © Uwe Mühling, WT

Dabei konnte sich Harlander vor allem auf zwei Spieler verlassen. Florian Beierlein und Simon Geiselsöder zeigten mit je 24 Zählern, dass sie ihre Treffsicherheit auch mit ins neue Jahr genommen haben. „Man sieht durch den fehlenden Spielrhythmus, dass wir weit unter unserer Leistung agiert haben”, erklärte der VfL-Coach, der froh war, mit Beierlein und Geiselsöder dann doch noch zwei Spieler gefunden zu haben, die eine gute Leistung zeigten.

Auftakt mit „Dreier“

Simon Geiselsöder war es auch, der den Punktereigen in Rosenheim eröffnete – natürlich wie man es bei ihm gewohnt ist mit einem „Dreier“. Doch dieser Start gab den Altmühlstädtern nach der kurzen Weihnachtspause kaum Sicherheit. Die noch sieglosen Rosenheimer um ihren Topscorer Jguwon Hogges kamen immer wieder zu guten Abschlüssen und trafen zu Beginn der Partie auch gut von der Dreipunktelinie. 24:24 stand es nach dem ersten Viertel.

Erst im zweiten Abschnitt konnten sich die Treuchtlinger einen kleinen Vorsprung erspielen, auch weil Geiselsöder drei weitere Dreipunktewürfe folgen ließ. Mit einer 41:35-Führung der Gäste ging es in die Pause. Besonders durch viele Ballverluste – insgesamt standen am Ende deren 17 auf dem Statistikbogen – machten sich die Treuchtlinger das Leben selbst schwer.

Rückkehrer vom FC Bayern München

Gut war für den VfL, dass die Gastgeber sich ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckerten. Bei ihnen mangelte es in der gesamten Partie an der Qualität im Abschluss, auch „wenn die Rosenheimer durch die Verpflichtung von Sebastian Schmitt stabiler geworden sind”, wie Harlander feststellte. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler und Bundesliga-Korbjäger, der den VfL-Baskets aus Partien gegen den FC Bayern München bekannt ist, kam im Laufe der Saison zu seinem Heimatverein zurück. Trotzdem verwandelten die sogenannten „Spartans“ nur 16 ihrer 45 Zweipunktewürfe (36 Prozent).

Simon Geiselsöder hatte bei seinen 24 Punkten auch fünf Dreier in der Statistik stehen.

Simon Geiselsöder hatte bei seinen 24 Punkten auch fünf Dreier in der Statistik stehen. © Uwe Mühling, WT

Bestes Beispiel war eine Szene aus dem dritten Viertel. Nach einem Ballverlust der Treuchtlinger lief ein Rosenheimer Spieler alleine auf den Gästekorb zu, scheiterte jedoch beim Dunking bereits am unteren Teil des Rings und ließ so zwei sicher geglaubte Punkte liegen. Doch damit noch nicht genug: Der hinterher geeilte Claudio Huhn sicherte sich den Ball und kreuzte beim Nachvornelaufen clever den Weg seines Gegenspielers. Dieser foulte Huhn dabei so ungeschickt, dass die Schiedsrichter die Aktion als unsportliches Foul werteten. Das bedeutete zwei Freiwürfe und Ballbesitz für die Mittelfranken, die damit ihre Führung im dritten Abschnitt weiter ausbauten, ehe die Oberbayern zum Ende des dritten Durchgangs noch mal bis auf zwei Punkte herankamen (56:58).

Schwäche von der Freiwurflinie

Dann folgte der Auftritt von „Flo“ Beierlein. Im Schlussviertel warf er sein Team, unterstützt von Huhn, der von Schmitt gut an die Leine gelegt wurde, und Geiselsöder erneut zu einer komfortablen Führung. Zwei Minuten vor Schluss war die Partie eigentlich zugunsten des VfL entschieden, wäre da nicht die konstante Schwäche von der Freiwurflinie. Nur 20 ihrer 40 Versuche verwandelten die Treuchtlinger. Besonders im Schlussabschnitt, in dem die Rosenheimer mit aggressiver, teils plumper Defense versuchten, noch mal zu verkürzen und die VfL-Baskets so häufig an die Freiwurflinie durften, tat die schwache Quote weh.

Und dann trafen die Hausherren in der Gabor-Halle in der Schlussminute auch noch einige wilde Dreipunktewürfe. Bis auf 80:84 verkürzte Rosenheim, dann ließ Schmitt acht Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe liegen, und Simon Geiselsöder setzte von der Freiwurflinie den Schlusspunkt zum 80:85 unter eine unnötig spannenden Partie.

So konnten die mitgereisten Treuchtlinger Fans am Ende erneut feiern, wie bei bisher allen Partien in dieser Saison. Die VfL-Baskets untermauerten mit dem Erfolg ihren zweiten Tabellenplatz. Weiter geht es laut Plan am kommenden Samstag, 15. Januar, mit einem erneuten Auswärtsspiel. Dann reist der VfL zu den „Haching Baskets“ nach Unterhaching. Spielbeginn in der dortigen Grundschul-Turnhalle am Sportpark ist um 17 Uhr.

In der Statistik, die in der neuen Saison nicht mehr frei einsehbar ist, gab es bei dem Spiel zum Teil unterschiedliche Angaben. Im Folgenden greifen wir auf die Punkteverteilung zurück, wie sie in der Rosenheimer Halle zu sehen war.

VfL Treuchtlingen: Yannick Rapke, Kevin Vogt (1 Punkt), Moritz Schwarz (9), Simon Geiselsöder (24, davon 5 Dreier), Claudio Huhn (12), Stefan Schmoll (5), Tobias Hornn (4), Florian Beierlein (24), Jonathan Schwarz (3), Arne Stecher (3).

SB DJK Rosenheim (Topwerfer): Roobaa Shigut (17 Punkte), Jguwon Hogges (15), Maximilian Perner (15), Sebastian Schmitt (12), Emanuel Weymar (12).

Die einzelnen Viertel: 24:24, 11:17, 21:17 und 24:27.

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