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Montag, 01.06.2020

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Fünf neue Gesichter im Langenaltheimer Gemeinderat

Alfred Maderer (FW) wird künftig von Fritz Albrecht (CSU) und Joachim Lottner (SPD) vertreten - 22.05.2020 07:13 Uhr

Auf gute Zusammenarbeit: Langenaltheims Bürgermeister Alfred Maderer (rechts) und sein Stellvertreter Friedrich Albrecht. © Foto: Peter Prusakow


Es ist alles etwas anders in diesen Corona-Zeiten. Im weiten Abstand saßen die Mitglieder des Langenaltheimer Gemeinderats wortlos im Saal des Gemeindezentrums, den man wohl selten so still und andächtig erlebt hat wie kurz vor Beginn der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats. Dann brach der Bürgermeister Alfred Maderer das große Schweigen und eröffnete die erste Sitzung der Wahlperiode, wobei sein besonderer Gruß den fünf neuen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten galt, die unmittelbar nach der Begrüßung vereidigt wurden.

Mit der Eidesformel schwor Maderer Kristin Rathsam und Ulrike Frank (beide CSU), Stefan Schleußinger (SPD), Dr. Nikolaus Treugut und Thomas Daeschler (FWL) auf ihr kommunalpolitisches Ehrenamt ein. Den vorgegebenen Rahmen der Tagesordnung moderierte Maderer souverän und gab bei Zwischenfragen geduldig und ausführlich Auskünfte. Das galt vor allem für die neue Geschäftsordnung, wobei das bestehende Regelwerk der Gemeinde Langenaltheim in Anlehnung an die aktuelle Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetags in mehreren Punkten an die örtlichen und aktuellen Gegebenheiten angepasst werden musste.

Bei der konstituierenden Sitzung vereidigte Bürgermeister Alfred Maderer die fünf neuen Gemeinderäte Stefan Schleußinger (SPD), Thomas Daeschler, Dr. Nikolaus Treugut (beide FWL), Ulrike Frank, Kristin Rathsam (beide CSU/PWG; von links). © Foto: Peter Prusakow


So etwa wird der Kulturausschuss (Kultur, Sport und Freizeit) um die Themen Senioren, Behinderte und Integration erweitert und Zuhörern kann bei den Sitzungen mit Zustimmung des Gemeinderats und des Bürgermeisters das Wort erteilt werden. Bei der Diskussion um die Anpassung des Sitzungsgeldes konnte sich der Antrag von Gemeinderat Werner Opitsch nicht durchsetzen, der eine Erhöhung von 20 auf 30 Euro beantragt hatte. Vielmehr fand die Erhöhung des Sitzungsgeldes auf 25 Euro die fast einstimmige Zustimmung des Gemeinderats.

Bei der geheimen Wahl des Bürgermeisterstellvertreters kam es zum erwarteten Ergebnis. 2. Bürgermeister und damit Maderers Stellvertreter wurde Fritz Albrecht (CSU/PWG), der das Amt schon mehrere Jahre innehat. Auf Joachim Lottner (SPD) fiel die Wahl zum 3. Bürgermeister, der dieses Amt erstmals übernimmt.

Neuer 3. Bürgermeister: Joachim Lottner (SPD). © Foto: Peter Prusakow


Da aus den beiden Ortsteilen Rehlingen und Büttelbronn je zwei Gemeinderäte Sitz und Stimme im Gemeinderat haben, war zu entscheiden, wer in den kommenden sechs Jahren die Belange der Orte im Gemeinderat vertreten soll. Ralf Straßner wurde vom Gemeinderat einstimmig zum Ortsbeauftragten von Büttelbronn und Simon Mößner zum Ortsbeauftragten von Rehlingen bestellt.

Bei den Fraktionsvorsitzenden sind künftig mit Joachim Lottner (SPD) und Werner Opitsch (FWL) zwei "Alte Hasen" im Amt, und bei CSU/PWG übernimmt die Newcomerin Kristin Rathsam die Führung der fünfköpfigen Fraktion. Auch im Bauausschuss (Grundstücke, Bau und Verkehrswesen) übernimmt Kristin Rathsam den Sitz für die CSU/PWG, und Joachim Lottner ist dort für die SPD und Ralf Straßner für die FWL vertreten. Der Finanzausschuss (Verwaltung, Finanzen und Wirtschaftsförderung) ist mit Ralf Lotter (CSU/
PWG), Simon Mößner (SPD) und Werner Opitsch (FWL) besetzt.

Dem Erweiterten Kulturausschuss (Kultur, Sport, Freizeit, Senioren, Behinderte und Integration) gehören künftig Ralf Lotter (CSU/PWG), und die neuen Gemeinderäte Stefan Schleußinger (SPD) sowie Dr. Nikolaus Treugut (FWL) an. Als Jugendbeauftragter wird in den nächsten sechs Jahren Gemeinderat Stefan Schleußinger (SPD) amtieren, der von Kristin Rathsam (CSU/PWG) vertreten wird.

Nachdem die Formalitäten des konstituierenden Sitzungsteils erledigt waren, gab es aus dem politischen Tagesgeschäft noch einiges bekannt zu geben. So berichtete Bürgermeister Maderer aus dem nicht öffentlichen Teil der letzten Sitzung des "alten" Gemeinderats, wer den Zuschlag für die Kamerabefahrung und die Kanalspülung erhalten hat und dass das angedachte Hochwasserschutzkonzept und die Erstellung eines Kanalkatasters zurückgestellt werden.

Freibad wird befüllt

Für den Bauhof hat die Gemeinde einen neuen Mitarbeiter eingestellt, die Kirchweih ist abgesagt und Ende dieser Woche wird im Freibad das Schwimmbecken aus technischen Gründen befüllt. Breiten Raum in der Diskussion nahm die Sanierung des abgebrochenen Teilstücks der Friedhofsmauer ein, wobei Kostenmehrung zur Sprache kamen, die der Gemeinderat aber nicht in Kauf nehmen will.

Auch für die nächste Zeit sieht sich die Gemeinde Langenaltheim finanziellen Herausforderungen ausgesetzt. Ein kommendes Großprojekt wird die Sanierung der Mehrzweckhalle sein, bei dem sich wegen baulicher Anforderungen höhere Kosten abzeichnen.

PETER PRUSAKOW

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