Freitag, 17.01.2020

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Getränkelaster kommt von Fahrbahn ab und rammt geparkten Lastwagen

An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden - 30.10.2019 11:44 Uhr

Die Beifahrertür des Wagens riss komplett ab. © Robert Renner


Glück im Unglück hatte ein 31-jähriger Lastwagenfahrer aus dem Raum Augsburg bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 2 bei Pleinfeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Auf abschüssiger Strecke war er mit seinem Getränkelaster "urplötzlich nach rechts gezogen", berichtet die Polizei Weißenburg, die den Unfall aufnahm. Just an der Stelle, wo sein Laster von der Straße abkam, befindet sich eine Haltebucht. In der stand ein weiterer Lastwagen, an dem der Lkw aus dem Augsburger Raum entlang schrammte.

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100.000 Euro Schaden: Getränkelaster rammt parkenden Lkw

Bei Pleinfeld kam ein 31-jähriger Kraftfahrer von der Straße ab und rammte einen parkenden Lastwagen, bevor er im Straßengraben landete. Das Fahrzeug wurde bei dem Unfall erheblich beschädigt.


Danach verlor der Fahrer die Kontrolle über sein schweres Gefährt, das in den Straßengraben rutschte, mehrere Leitpfosten und Schilder umpflügte und schließlich schwer demoliert zum Stehen kam. Unter anderem riss beim Entlangschrammen am anderen Lastwagen die Beifahrertür komplett heraus. Dabei wurde auch der 50-jährige Beifahrer leicht verletzt. Er erlitt einen Schock und musste vom Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes behandelt werden. Der Lastwagenfahrer und der 51-jährige Fahrer des geparkten Lkw aus dem Landkreis Dillingen bleiben unverletzt.

Technischer Defekt als mögliche Ursache

An der Unfallstelle war die Freiwillige Feuerwehr Pleinfeld im Einsatz. Zum einen galt es auslaufende Betriebsstoffe aufzufangen, zum anderen die Fahrbahn zu reinigen. Außerdem musste die Unfallstelle an der dreispurigen Bundesstraße abgesichert und der Verkehr vorbeigeleitet werden. Dabei wurden die Einsatzkräfte von der Straßenmeisterei unterstützt. Deren Mitarbeiter und die Feuerwehrleute mussten sich mehrfach über die Unvernunft vorbeifahrender Auto- und Lkw-Fahrer wundern, die zum Teil mit hoher Geschwindigkeit im Zentimeterabstand vorbeirauschten oder die Sperrmarkierungen falsch interpretierten und auf die Gegenfahrbahn fuhren. Beide Unfallwagen waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden, es entstand ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro.

Hinzugezogen wurde die Verkehrspolizei Ansbach, die die Fahrtenschreiber der beiden Lastwagen kontrollierte und die Angaben des Unfallverursachers überprüften. Er hatte gesagt, dass sich sein Lastwagen wegen eines technischen Defektes nicht mehr lenken ließ. Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus. Auf jeden Fall hatte der LKW-Fahrer enormes Glück. Wäre er ein paar Meter früher von der Fahrbahn abgekommen, wäre er ungebremst von hinten auf den stehenden Lkw aufgefahren. Nicht auszudenken, was dann passiert wäre.


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Der Artikel wurde am 30.10.2019 um 12:40 Uhr aktualisiert.

Robert Renner, amh

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