Koffer und Reisetaschen für Flüchtlinge gesucht

28.11.2014, 07:57 Uhr
Koffer und Reisetaschen für Flüchtlinge gesucht

© Steiner

Dieter Bock und Peter Gallenmüller sind überwältigt von der riesigen Hilfsbereitschaft der Pleinfelder Bevölkerung. Nach dem Spendenaufruf am Sonntag in der Kirche trudelten nach und nach Kinderwagen, Babyflaschen und Kinderbettchen im Pfarrhaus oder der Alten-Post-Apotheke ein. Die Gegenstände hat Gallenmüller inzwischen zu den Asylbewerbern gebracht, die sich riesig darüber freuten. Jetzt rufen Bock und Gallenmüller dazu auf, Koffer und Reisegepäck zu spenden.

Denn der Bedarf ändert sich fast täglich. Nachdem die Asylbewerber ausreichend mit Kleidung ausgestattet wurden, wurden sie zum Teil schon wieder nach Zirndorf gebracht, wo das Asylverfahren abgewickelt wird und in der ersten Instanz entschieden wird, ob jemand Asyl erhält oder nicht. Waren es anfangs über 100 Asylbewerber, die in Pleinfeld-Mackenmühle untergebracht waren, so sind es derzeit rund 60. In der Regel bleiben sie dort zwei bis drei Wochen, ehe sie nach Zirndorf gebracht werden.

Ihre paar Habseligkeiten, die sie durch die großzügige Spendenbereitschaft der Bevölkerung erhalten ha­ben, müssten sie dann in Kartons oder Tüten verfrachten – was Peter Gallenmüller einerseits unwürdig und andererseits einfach unpraktisch findet. Aus diesem Grund bittet er gemeinsam mit Pfarrer Bock um Koffer- und Reisegepäckspenden. Allerdings mit einer Bedingung: „Die Koffer sollten gut erhalten und voll funktionsfähig sein.“

Unterwäsche benötigt

Die beiden sind zuversichtlich, dass auch dieser Wunsch erfüllt werden wird. Denn bislang sei die Unterstützung durch die Bevölkerung einfach nur „toll“ gewesen. Die Flüchtlinge, die mit nichts und nur den Kleidern am eigenen Leib gekommen sind, sind jetzt weitestgehend mit warmer Winterkleidung eingedeckt. Was vereinzelt noch fehlt, sind Jogginganzüge in allen Größen, Badeschlappen und auch Unterwäsche. Hier wäre es allerdings aus Hygienegründen wünschenswert, wenn sich Spender finden würden, die Neuware kaufen könnten.

Dass sich Peter Gallenmüller privat für die Flüchtlinge engagiert, ergab sich eher durch Zufall. Der Kaufmännische Leiter der Pleinfelder Apotheke versorgt die Asylbewerber mit den benötigten Medikamenten. Bei seinen beruflichen Besuchen in der Flüchtlingsunterkunft hat die Not der Menschen ihn dann sofort berührt: „Wenn man sieht, dass die Familien mit nichts kommen und dennoch so dankbar sind, dass sie hier sein dürfen, das lässt einen auch abends nicht mehr los, wenn man wieder gemütlich auf dem Sofa sitzt.“

! Koffer, Spielsachen oder Unterwäsche können im Pleinfelder Pfarramt oder der Alten-Post-Apotheke abgegeben werden. Von dort werden sie dann zu den Asylbewerbern gebracht.
 

Keine Kommentare