Infrastruktur

Pleinfeld will Lücken im Radwegenetz schließen

Miriam Zöllich
Miriam Zöllich

Weißenburger Tagblatt

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5.8.2022, 18:20 Uhr
Lücke im Radwegenetz: An der Ellinger Straße Richtung Ortseingang Pleinfeld  gibt es bislang nur einen Schmalen Schotterpfad. Hier könnte nun ein 2,50 Meter  breiter Radweg entstehen.

© Miriam Zöllich, NN Lücke im Radwegenetz: An der Ellinger Straße Richtung Ortseingang Pleinfeld gibt es bislang nur einen Schmalen Schotterpfad. Hier könnte nun ein 2,50 Meter breiter Radweg entstehen.

Vor allem die Maßnahme entlang der Ellinger Straße am Ortseingang würde nicht nur für die Pleinfelder Radfahrer eine Lücke schließen, sondern auch für Besucher und Touristen. Bislang müssen Radfahrer nämlich zwischen dem Kreisverkehr an der Staatsstraße 2222 und dem Pleinfelder Ortsschild die viel befahrene Straße (oder einen Umweg) nutzen.

Der 2,50 Meter breite, asphaltierte Radweg soll vom Kreisverkehr ausgehend entlang der Ellinger Straße nach Pleinfeld hineinführen. Dort ist dann weiter eine Verbindung zur Veiter Straße mit Querung der Schwäbischen Rezat auf der bereits bestehenden Trasse geplant. Der Steinmeyersteg, der nur für Fußgänger konzipiert und zudem marode ist, soll hierfür erneuert werden.

Das Ingenieurbüro VNI rechnet mit Gesamtkosten von rund 1,9 Millionen Euro, die jedoch mit mindestens 60 Prozent gefördert werden könnten – im besten Fall sogar zu 100 Prozent. Zumindest beim Programm „Radoffensive Bayern“ ist Pleinfeld jedoch leer ausgegangen – es gilt nun, weitere Fördertöpfe zu prüfen. Der neue Radweg wäre ein Verbindungsstück zum übergeordneten Wegenetz und schließt etwa an zu Altmühlradweg, Donauradweg und anderen.

Mit dem Rad in den Gewerbepark

Vor allem die Pleinfelder Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Rad zur Arbeit in den Gewerbepark fahren, dürften vom zweiten angedachten Radwegeausbau profitieren. Die Strecke soll von der Einmündung Ellinger Straße über den Ottmarsfelder Weg und die B-2-Brücke in den Gewerbepark führen. Hierfür ist eine Verbreiterung des Brückenbauwerks notwendig, die allein mit einer halben Million Euro zu Buche schlagen würde.

Insgesamt belaufen sich die geschätzten Kosten auf rund 1,26 Millionen Euro. Ein Förderantrag wurde bereits gestellt, die Aussicht auf Erfolg schätzt man in der Gemeindeverwaltung jedoch als recht gering ein. Die Mitglieder des Gemeinderats signalisierten, die Verwaltung solle die Pläne und die Bemühungen um eine Förderung weiter verfolgen.

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