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Vfl Baskets: Tolle Saison trotz der Abschluss-Niederlage

Erstes verlorenes Spiel nach neun Siegen in Folge - Auf Rang vier gelandet - 15.04.2019 11:14 Uhr

15 Punkte, sieben Rebounds, neun Assists: Claudi Huhn (am Ball) war einmal mehr ein wichtiger Faktor im VfL-Spiel, ebenso wie Stefan Schmoll (Nr. 11, im Hintergrund). © Uwe Mühling


Es war spannend, es war umkämpft. Doch letztlich gab es kein Happy End für die VfL-Baskets. Im letzten Saisonspiel der 1. Regionalliga Südost mussten sich die Treuchtlinger Korbjäger nach zuvor neun Siegen in Serie erstmals wieder geschlagen geben, und zwar mit 96:100 gegen Science City Jena II. Dennoch wurde die Mannschaft von den rund 400 Zuschauern am Ende ausgiebig gefeiert und sie bedankte sich selbst mit einem Spruchband bei den Fans: "Danke! Ihr seid die Besten! Bleibt uns treu", stand darauf.

Durch die abschließende Niederlage landen die VfL-Baskets auf Platz vier der Tabelle, zumal die bis dato punktgleichen Teams von Leitershofen und Breitengüßbach jeweils gewannen. Trainer Stephan Harlander zeigte sich einerseits enttäuscht: "Wir hätten das letzte Spiel gerne gewonnen." Andererseits müsse er als Coach das große Ganze sehen. Und in diesem Punkt habe der VfL in dieser Saison, "eine Topleistung" gezeigt – trotz des Abgangs des langjährigen Leistungsträgers Tim Eisenberger und trotz des Verletzungspechs von Peter Zeis, der gegen Jena wegen einer Gehirnerschütterung passen musste.

Obwohl es für beide Teams faktisch um nichts mehr ging, warfen sie noch einmal alles in die Waagschale. 12:11 führte Treuchtlingen nach fünf Minuten und zog dann bis zum Ende des ersten Viertels auf 34:26 davon. In diese Phase fiel auch die höchste Führung des engen Spiels, nämlich elf Punkte (34:23). Im zweiten Durchgang kam die Bundesliga-Reserve wieder heran, sodass beim Stand von 57:55 die Seiten gewechselt wurden.

Im dritten Abschnitt konnte der VfL seinen Vorsprung zunächst halten und teilweise sogar ausbauen. Dann jedoch packten die Gäste die "Dreier" aus: Der Litauer Vuk Radojicic traf dreimal aus der Distanz und Benjamin Dizdar einmal, sodass plötzlich Jena in Führung lag und mit einem 84:81 ins letzte Viertel ging.

Die Thüringer zogen kurzzeitig auf acht Punkte davon (89:81), die Treuchtlinger konterten, kämpften sich wieder heran und glichen aus (91:91, 94:94). 19 Sekunden vor Schluss sorgte Luca Wörrlein mit einem Korbleger für das umjubelte 96:96, doch dann machte Jena den Sieg in den letzten Sekunden von der Freiwurflinie perfekt (96:100).

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Treuchtlinger Baskets verloren gegen Jena, feierten aber trotzdem

Ein enges und umkämpftes Match zum Saisonabschluss: Die VfL-Baskets mussten sich nach reichlich Spannung mit 96:100 gegen die Bundesliga-Reserve aus Jena geschlagen geben. 400 Zuschauern feierten am Ende dennoch ihr Treuchtlinger Team, das die neunte Saison in der 1. Regionalliga auf Platz vier abgeschlossen hat.


Nach dem knappen und späten Erfolg des VfL im Hinspiel hatte nun also Science City knapp die Nase vorn. "Wir waren so gut drauf und es lief so gut, dass wir vergessen haben, Abwehr zu spielen", stellte Treuchtlingens Trainer Harlander fest. Das Match bestätigte für ihn einmal mehr die Ausgeglichenheit der 1. Regionalliga. "Wenn du da fünf oder zehn Prozent nicht bringst, gewinnst du nicht." Seinem Team habe trotz guter Leistung die letzte Konzentration gefehlt. Die Statistik bestätigt es: Die Baskets erlaubten sich 22 Ballverluste, die zu 29 Punkten der Gäste führten.

Topscorer der Partie war Stefan Schmoll. Der VfL-Kapitän erzielte 26 Punkte. Auf ebenfalls starke 20 Zähler brachte es Simon Geiselsöder, der zudem mit seinen fünf Dreipunktewürfen seinen Ruf als "Dreier-Gott" bestätigte. Zweistellig punkteten auch Claudio Huhn und Luca Wörrlein (je 15), wobei Huhn obendrein mit sieben Rebounds und neun Assists glänzte und Wörrlein sieben Rebounds pflückte.

Nach der dramatischen Endphase und der Schlusssirene herrschte in der sonst so lauten Senefelder-Halle für wenige Sekunden absolute Ruhe. Es war wohl der Schock, nach neun Siegen erstmals wieder verloren zu haben. Das konnte so mancher gar nicht fassen. Dann entschieden sich Mannschaft und Fans aber schnell, das letzte Match abzuhaken und die zurückliegenden rund sieben Monate zu feiern: Kapitän (und Abteilungsleiter) Stefan Schmoll, der zu Beginn schon allen fleißigen Helfern/-innen gedankt hatte, organisierte ein Riesen-Erinnerungsfoto mit Team und Fans und fasste die neunte Spielzeit in der 1. Regio mit drei Worten zusammen: "Eine tolle Saison" – auf die der VfL gestern beim Final Four des Bayernpokals noch das i-Tüpfelchen setzen wollte (Bericht folgt).

VfL Treuchtlingen: Stefan Schmoll (26 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists), Simon Geiselsöder (20 Punkte, davon fünf Dreier), Claudio Huhn (15 Punkte, 7 Rebounds, 9 Assists), Luca Wörrlein (15 Punkte, 7 Rebounds), Robin Seeberger (9 Punkte, 5 Rebounds), Jonathan Schwarz (5 Punkte, 4 Rebounds), Florian Beierlein (2 Punkte, 4 Assists), Kevin Vogt (2 Punkte), Jonathan Pospiech (2), Moritz Schwarz, Tobias Hornn, Jens Kummer.

Science City Jena II (Topwerte): Vincent Garett (22 Punkte, 8 Rebounds), Vuk Radojicic (19), Melvin Jostmann (19)).

Die einzelnen Viertel: 34:26, 23:29, 24:29, 15:16; Zuschauer: 400.

1. REGIONALLIGA SÜDOST

TSV Breitengüßbach - TSV Oberhaching 80:75

Hellenen München - MTSV Schwabing 65:74

TV Goldbach - TTL Bamberg 71:74

VfL Treuchtlingen - Science City Jena II 96:100

Baskets Vilsbiburg - TuS Bad Aibling 92:65

hapa Ansbach - BG Leitershofen 84:107

Herzogenaurach - SB DJK Rosenheim 86:82

1. TSV Oberhaching 26 2111:1906 42

2. Leitershofen/Stadtbergen 26 2104:2010 36

3. Breitengüßbach 26 2086:1875 36

4. VfL Treuchtlingen 26 2227:2121 34

5. Longhorns Herzogenaurach 26 2005:1927 30

6. MTSV Schwabing 26 2132:2041 28

7. TTL Bamberg 26 1877:1888 26

8. Baskets Vilsbiburg 26 2093:2091 26

9. OSB Hellenen München 26 1860:1877 22

10. Science City Jena II 26 2043:2064 22

11. hapa Ansbach 26 2067:2153 22

12. SB DJK Rosenheim 26 1897:1986 18

13. TuS Bad Aibling 26 1881:2208 14

14. TV Goldbach 26 1770:2006 8 

Uwe Mühling

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