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Weißenburg-Gunzenhausen: Acht Corona-Erkrankte

Zahl der Infizierten angestiegen - Weißenburger Corona-Patient in stabilem Zustand - 20.03.2020 11:51 Uhr

Die Zahl steigt: In Altmühlfranken gibt es derzeit acht Personen, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Der 69-jährige Patient, der im Klinikum behandelt werden muss, ist nach Angaben des Arztes stabil.

18.03.2020 © Jürgen Eisenbrand


Für den Facharzt für Notfalllmedizin Dr. Christian Maune ist die Anfrage des Weißenburger Tagblatts, ob das Gerücht stimmt, äußerst heikel. Weil er normalerweise aus Datenschutzgründen derartige Fragen nicht beantwortet. Weil er selbst die Verbereitung eines derartigen Gerüchts als äußerst unanständig empfindet, macht er am Anfang der wohl noch lange andauernden Pandemie eine Ausnahme und dementiert das Gerücht ganz entschieden.

In diesem Zusammenhang will Maune zwei Appelle loswerden, die hoffentlich auf diesem Wege eine große Öffentlichkeit und auch Gehör finden: "Alle Mitbürger sollten jetzt unbedingt die Hygienevorschriften einhalten, soziale Kontakte vermeiden, Abstand zueinander halten und unbedingt gründlichst mehrmals täglich die Hände mit Wasser und Seife waschen." Vor allem Menschen, die älter als 65 Jahre sind oder Lungenvorerkrankte sollten diese Regeln ganz besonders ernst nehmen. Maune wird deutlich: "Wir wollen jeden weiteren Kranken unbedingt vermeiden."

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es indes drei neue bestätigte Corona-Fälle, so dass es bis zum Freitag (20. März, 12 Uhr) acht bestätigte Infizierte gab.

Die Kontaktpersonen der neu hinzugekommenen Fälle werden nun vom Gesundheitsamt ermittelt und verständigt, damit die Infektionsketten unterbrochen werden können. Landrat Gerhard Wägemann und das Gesundheitsamt des Landkreises appellieren ebenfalls noch einmal eindringlich an die Bevölkerung, soziale Kontakte weitestgehend einzuschränken: "Nur mit sozialer Distanz können wir die Infektionskurve weiter abflachen. Wir tragen Verantwortung füreinander und sollten vor allem aus Rücksicht und Respekt der älteren Menschen gegenüber, aber auch zum eigenen Schutz, möglichst zuhause bleiben."

Besonnen reagieren

Die Bevölkerung müsse nun vor allem "besonnen reagieren", forderte der Landrat. Dass etliche Seife oder Toilettenpapier hamsterten und sogar Desinfektionsmittel klauten, sei "unmöglich" und unsolidarisch.

Einen "herzlichen Dank" richtete der Politiker an jene, "die dafür sorgen, dass das Leben bei uns weiterläuft". Insbesondere den Mitarbeitern in Kliniken und Arztpraxen, der Polizei und den Geschäften, die die Lebensmittelversorgung aufrecht erhalten, sprach er seine "Anerkennung aus.

Ausdrücklich wurde noch einmal betont, dass sich vor allem Senioren und vorgeschädigte Personen an die Verhaltensmaßnahmen halten sollten: Isolation und Abstand sei in diesen Tagen der beste Schutz, um nicht an der eventuell tödlich verlaufenden Virusinfektion zu erkranken.

Die aktuellen Fallzahlen in den einzelnen Landkreisen werden laufend in der Übersichtskarte des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktualisiert.

Hintergründe zu den Zahlen des Robert-Koch-Instituts finden Sie hier

MARKUS STEINER/JÜRGEN EISENBRAND

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