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Dienstag, 20.08.2019

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Weißenburg kämpft gegen Krebs

Unter dem Namen "Red Day" geht die DKMS-Benefizveranstaltung am 30. August in die erste Runde - 14.08.2019 06:10 Uhr

Die Initiatoren des „Red Days“: David Hoyer und Jonas Schmidt (von links). Die beiden jungen Männer wollen der tückischen Krankheit gemeinsam den Kampf ansagen. © Foto: Privat


Die Initiatoren des Weißenburger "Red Days" sind Jonas Schmidt und David Hoyer. Sie haben einige Gemeinsamkeiten: Beide sind jung, beide sind leidenschaftliche Musiker und beide haben den starken Willen, der tödlichen Krankheit den Kampf anzusagen – zurückzuführen auf einen persönlichen Bezug.

Schmidt kennt die Kinderonkologie viel zu gut: Vier Jahre ist es her, dass seine kleine Schwester an Krebs erkrankte. Die Zahl an Chemotherapien und Bluttransfusionen war groß, doch der zerstörerische Tumor war größer – im vergangenen Oktober verstarb die junge Kämpferin, ohne je 21 Geburtstagskerzen oder eine zweite Chance gehabt zu haben.

Diese zweite Chance durfte Hoyer einem Blutkrebspatienten verschaffen. Der zweite Organisator stand auf der anderen Seite der tödlichen Krankheit: Im Frühjahr dieses Jahres führte er eine Stammzellenspende durch – und rettete damit vermutlich ein Leben.

Derartige Spenden sind für Blutkrebspatienten meist die einzige Heilungschance. Die Voraussetzung: exakt übereinstimmendes Erbmaterial. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS hat es sich zum Ziel gemacht, derartige "genetische Zwillinge" zu finden und an Krebs erkrankte Menschen weiterzuvermitteln. Auf gleicher kämpferischer Mission befinden sich Hoyer und Schmidt: Mit dem "Red Day" wollen die beiden Spenden sammeln – sowohl Geld als auch Stammzellen. Die Erfahrung im Musik-Business spielte ihnen bei der Organisation in die Karten. Alleinunterhalter Hoyer und Schlagzeuger Schmidt kennen nicht nur die Bühnen der Region, sondern auch diverse Bands, Eventtechnik-Firmen und lokale Unternehmen. Als dann auch noch die Stadt Weißenburg die formale Genehmigung erteilte und Oberbürgermeister Jürgen Schröppel die Schirmherrschaft übernahm, stand der Benefizveranstaltung eigentlich nichts mehr im Wege. Gut wäre es, wenn sich noch Sponsoren finden würden, die die Aktion finanziell oder auch mit Sachleistungen unterstützen. Die beiden Organisatoren hoffen darauf, dass der eine oder andere Unternehmer die Idee ebenfalls gut findet und sich aktiv einbringen will (Kontakt: 0160/91 94 03 78).

Momentan laufen die Planungen auf Hochtouren: Immerhin rechnen die beiden Initiatoren damit, mit der Besucherzahl die 1000er-Marke zu knacken. Auf vielfältige Musikgeschmäcker ist die Freiluftveranstaltung vorbereitet: Lokal bekannte Bands wie die "Chubby Hedgehogs" oder der in der Region bekannte Sänger Michael Gabler werden Weißenburg einen vierten Abend Altstadtfest bescheren. Zu späterer Stunde fordert "Bayern 3 DJ Tonic" die Besucher zum Tanz gegen den Krebs auf.

Neben der DKMS-Typisierungsaktion gibt es auch noch ein Abendprogramm, das mit Hüpfburg und Tombola für Jung und Alt geeignet ist. Regionale Foodtrucks, Cocktailbar und Ausschankwagen beugen zudem jedem Magenknurren vor. Jonas Schmidt und David Hoyer sind schon jetzt voller aufgeregter Vorfreude: Freude auf einen "Abend, bei dem wir jeden neuen Lebensretter so richtig feiern werden!". 

DEBORAH WEBER

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