Weißenburger Freibad: Und es öffnet doch!

18.6.2020, 18:10 Uhr
Der Freibadsommer scheint gerettet: Wegen der weiteren Lockerungen, die am Dienstag verkündet wurden, entschied die Stadt nun, das Freibad doch zu öffnen. Bereits Ende Juni soll der Betrieb starten, und zwar ohne größere Einschränkungen.

Der Freibadsommer scheint gerettet: Wegen der weiteren Lockerungen, die am Dienstag verkündet wurden, entschied die Stadt nun, das Freibad doch zu öffnen. Bereits Ende Juni soll der Betrieb starten, und zwar ohne größere Einschränkungen. © Archivbild: Markus Steiner

  "Der Grund sind die Lockerungen, die jetzt verkündet worden sind", erklärte Schröppel den nun schnellen Umschwung. "Aus meiner Sicht geht der Weg eindeutig in Richtung Normalität und wenn jetzt Betrieb schon in Bädern drinnen möglich ist, wo die Aerosolbelastung ganz anders ist, dann ist es auch draußen möglich."

Schröppel reagierte damit auf Lockerungen, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstagnachmittag verkündet hatte. Demnach dürfen wieder mehr Menschen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen, kleinere Veranstaltungen werden zunehmend wieder zugelassen und auch Wellnessbereiche und Bäder in Hotels dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

In Weißenburg sollte ursprünglich in einer Sondersitzung des Stadtwerke-Aufsichtsrats am heutigen Donnerstag über die Öffnung final entschieden werden. Und die Signale aus dem Gremium sahen im Vorfeld recht deutlich danach aus, als würde das Bad geschlossen bleiben. Nun ist also alles anders. "Ich finde das auch gut, dass wir das nicht einmal entscheiden, und dann gilt das für immer, sondern auf die Umstände reagieren", so OB Schröppel.

Er betonte, dass die Einschätzung der beiden Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Lang und André Goldfuß-Wolf, die eine Öffnung bislang skeptisch sahen, völlig in Ordnung gewesen seien. Und zwar aufgrund der damals geltenden Vorgaben und Rahmenbedingungen. Nachdem sich diese nun deutlich geändert haben, falle aber auch die Einschätzung anders aus. Das bedeutet in diesem Fall: Der Freibad-Sommer ist gerettet – zumindest in Weißenburg.

Und zwar erheblich normaler, als man sich das vor einigen Wochen noch hätte träumen lassen. Kein Im-Kreis-Schwimmen, kein Schichtbetrieb, keine Badegäste im Schwimmbecken zählen . . . Schröppel: "Wir dürfen 1400 Leute ins Bad lassen und setzen auf die Vernunft der Leute." Denn die Abstandsbestimmungen müssen natürlich auch die Badegäste weiter einhalten.

Geschlossen bleiben im Weißenburger Limesbad zum Start noch der Sprungturm und die Rutsche, weil sich dort größere Gruppen bilden. "Aber ich wage die Prognose, dass da die Realität in drei Wochen auch schon wieder ganz anders aussehen kann", so Schröppel.

Geöffnet wird Ende Juni. "Ich kann im Moment nicht sagen, ob das dann der 30. oder der 29. sein wird, aber bis Ende Juni sind wir so weit." Dann kehrt zumindest an der Freibadfront wieder relative Normalität ein.

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