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Weißenburger Kerwa-Rätsel: Arbeit läuft schon Monate vorher

Trotz Corona gibt es das Kirchweihrätsel unserer Zeitung. Nicht nur Stadtarchivar Kammerl ist es ans Herz gewachsen. - 30.07.2020 16:25 Uhr

Ein Bild aus den 1990er-Jahren: So sah es damals am Weißenburger Marktplatz aus, als der Kirchweihfestzug vorbeizog. Mit dem alten Foto wollen wir nochmals auf unser Kirchweihrätsel einstimmen, das am Donnerstag, 6. August, startet.

© Foto: WT-Archiv


Allerdings erfordert die Situation diesmal einen etwas anderen Ablauf. Wir werden am Donnerstag, 6., am Samstag, 8., und am Montag, 10. August, die betagten Fotos samt den dazugehörigen Fragen abdrucken. Bereits am Dienstag, 11. August, ist Abgabeschluss, sodass wir am Mittwoch, 12. August, die Gewinner ziehen. Deren Namen veröffentlichen wir in unserer Zeitung am Donnerstag, 13. August. In den folgenden Tagen lösen wir dann das Rätsel auf.

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210-Kilo-Koloss: Steinheben auf der Weißenburger Kirchweih

Das Steinheben auf der Weißenburger Kirchweih ist Kult, was sich einmal mehr vor rund 4000 Zuschauern im Widmannschen Festzelt zeigte: In einem packenden Finale verteidigte Marcel Rothauszky aus Sontheim an der Brenz den Titel gegen Alexander Klinger aus Roth. Sechs Mal in Folge hob der Kraftsportler dabei den 210-Kilogramm-Brocken aus dem Podium. Unter den zwölf Teilnehmern waren auch zwei Frauenteams.


Der knappe Zeitplan ist einem Termin geschuldet, nämlich dem Kirchweihsamstag, an dem in Weißenburg die Corona-bedingte Wirtshauskirchweih gefeiert wird. In deren Rahmen soll die Preisverteilung am Samstag, 15. August, um 15 Uhr im Biergarten des Schneider-Bräustüberls "Zur Kanne" stattfinden.

Bei der ist dann auch Kammerl dabei. "Viele haben mich in den vergangenen Wochen hoffnungsvoll gefragt: ,Es gibt doch trotzdem ein Kirchweihrätsel?‘", beschreibt er.

Seit 1989 kommt jetzt die 32. Auflage zur Veröffentlichung. "Es ist jedes Jahr aufs Neue ein Erlebnis zu sehen, mit welcher Freude und Begeisterung die Tagblatt-Leser aus Weißenburg und Umgebung mitmachen", sagt der Stadtarchivar.

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Freibier und Musik beim Festwirtsaufzug zur Weißenburger Kirchweih

In nicht einmal einer halben Stunde waren die von der Brauerei Schneider gestifteten Fässer leer: Vor dem Festwirtsaufzug zur Weißenburger Kirchweih erwies sich der Freibierausschank am Ludwigsbrunnen einmal mehr als beliebter Treffpunkt.


Die Zusammenstellung des Rätsels sei "keine Angelegenheit, die sich in ein paar Tagen kurz vor Kirchweihbeginn erledigen" lasse. Die Themenfindung und die Auswahl der entsprechenden Fotos beginne schon Monate vorher. "Oft fallen mir in der täglichen Archivarbeit auch ganz unvermittelt die richtigen Fotos in die Hände", schildert er.

Außerdem habe "so mancher schlaue Weißenburger", der ihn im Sommer beim Fotografieren beobachte, zum Beispiel für Aufnahmen zur Stadtbild-Dokumentation oder den historischen Bilder-Kalender, "das schon mit dem Rätsel in Verbindung gesetzt". Daher gilt es für den Stadtarchivar "möglichst unauffällig und frühzeitig die notwendigen Vorarbeiten" zu erledigen.

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Nasse Pfoten: So war das Hunderennen auf der Weißenburger Kirchweih

Diesmal gab es nasse Pfoten: Zum traditionellen Hunderennen hatte sich Regen am Weißenburger Kirchweihplatz eingestellt. Trotzdem fanden sich aber nicht weniger Vierbeiner als sonst ein. Eingeteilt in die Kategorien klein, mittel und groß jagten sie über die Rennstrecke am Festplatz- ein tierisches Vergnügen, zu dem trotz des Wetters auch etliche Stammzuschauer kamen.


Will heißen: Im Frühjahr, als angesichts der Corona-Pandemie bereits feststand, dass es keine Kirchweih geben wird, hatte Kammerl schon ein Grobkonzept und die meisten Fotos vorliegen. "Aber alleine geht es nicht", weiß er. In Gesprächen mit dem Weißenburger Tagblatt und dem neuen Kirchweihausschuss erfuhr er, dass auch in dem Gremium und in unserer Redaktion nur ungern auf das lieb gewonnene Ritual des Fotorätsels verzichtet würde.

Zu klären waren dann eigentlich nur noch organisatorische Fragen, vor allem wie man mangels Kirchweihfestzelt und ohne Seniorennachmittag eine vernünftige Preisverleihung organisieren kann. Dies
wurde rasch und einvernehmlich auf kurzem Dienstweg geklärt. Weshalb sich nicht nur Reiner Kammerl freut: "Und schon kann‘s losgehen."

ROBERT RENNER

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