Samstag, 18.01.2020

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Weißenburger Land: Jahreswechsel mit kleineren Aufregern

In einer klaren Winternacht feiern sich die Menschen in Altmühlfranken friedlich ins Jahr 2020. Nur in Auernheim und einer Wohnung in Weißenburg kommt es zu Vorfällen. - 02.01.2020 05:55 Uhr

Der Höhepunkt des Feuerwerks über Weißenburg. © Günther Trescher


Für den Wohnungsinhaber war es ein mehr als aufregender Start in das Jahr 2020. Ihm flog nämlich kurz nach Mitternacht eine Rakete in die Wohnung, die laut Polizeibericht durch das geschlossene Fenster krachte. Die Rakete landete auf dem Sofa und setzte es in Brand. Der Mann konnte das Feuer geistesgegenwärtig selbst löschen. Am Ende blieb es bei einem großen Schrecken und rund 1000 Euro Schaden.

Die Weißenburger Feuerwehr musste noch vor Mitternacht das erste Mal ausrücken, als ein Baum am Seeweiher – wohl wegen Feuerwerks – das Kokeln begonnen hatte. Ansonsten meldeten die Polizeiinspektionen in Weißenburg, Treuchtlingen und Gunzenhausen bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe keine schlimmeren Vorfälle – im Gegensatz etwa zu Eichstätt, wo es im Zuge der Böllerei zum Jahreswechsel zu einer heftigeren Schlägerei kam.

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Der Jahreswechsel im Weißenburger Land

So feierte man in Weißenburg und Umgebung von 2019 nach 2020.Feuerwerk,Frostnacht und eine fleißige Stadtreinigung.


Insgesamt hatte man in Weißenburg den Eindruck, dass nicht mehr ganz so viele Raketen und Kracher in die Luft geschossen wurden, wie noch vor einigen Jahren. Das erleichtert auch die Arbeit des Bauhofs, der am Neujahrstag bereits am frühen Vormittag die allermeisten zentralen Plätze blitzsauber gemacht hatte. Auch rund um die Schranne, wo die größte Silvesterparty des Landkreises stieg, sah es am Morgen danach schon wieder sehr gesittet aus.

Beschwerden in Treuchtlingen

Anders in Treuchtlingen. Dort wurde nach subjektiver Empfindung von Bürgern sowie den beträchtlichen Bergen von ausgebrannten Krachern und Raketen nach zu urteilen eher mehr geböllert als in den Vorjahren. Noch am späten Vormittag war der Wallmüllerplatz übersät mit Unrat. Noch schlimmer sah es rund um den Kreisverkehr am Brühl aus, den Feuerwerk-Fans trotz aller Debatten um Umwelt und Tierwohl mit ihren
Raketenbatterien in ein regelrechtes Schlachtfeld verwandelt hatten.

Die Bedingungen in der Silvesternacht waren jedenfalls glänzend. In sternenklarer Dunkelheit war das Feuerwerk fast überall im Landkreis weithin zu sehen. Und am nächsten Morgen startete der erste Tag des neuen Jahres mit strahlender Wintersonne. Ein guter Jahreswechsel – zumindest, wenn man nicht am Silvesterabend in der Auernheimer Kirche saß oder einem in Weißenburg eine Rakete in die Wohnung krachte.

js/psh

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