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Wiko startet die Projektklassen in Altmühlfranken

Jugendliche im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen entwickeln ihre Utopie vom perfekten Unternehmen. - 04.12.2020 15:20 Uhr

Die WIKO-Projektklasse an der Wirtschaftsschule Gunzenhausen beschäftigt sich nun regelmäßig mit der lokalen Wirtschaftswelt und ihrer Vorstellung eines perfekten Unternehmens.

04.12.2020 © Foto: Wirtschaftskompass Altmühlfranken


Der Wirtschaftskompass Altmühlfranken – kurz Wiko – ist heuer im Frühjahr erstmals als landkreisweites Wirtschaftsmagazin erschienen. Unternehmen können sich und ihre Philosophie dort präsentieren, um die wirtschaftliche Vielfalt in Altmühlfranken darzustellen.

"In unserer Schule haben wir mit dem Magazin schon sehr intensiv gearbeitet", berichtet Markus Scharrer, Schulleiter der Weißenburger Mittelschule. Er konnte beobachten, dass die Jugendlichen den persönlichen und realen Bezug zur lokalen Wirtschaft begeistert angenommen haben.

"Gerade in der jetzigen Zeit, in der zum Beispiel die Berufsausbildungsmesse abgesagt werden musste, ist das eine Möglichkeit, wie die Unternehmen mit potenziellen Azubis und Fachkräften in Kontakt kommen können", hat auch Wiko-Projektleiter Kevin Ruff festgestellt. "Genau deswegen ist es für uns viel mehr als nur ein Magazin."

"Einfach mal spinnen"

Die Projektklassen sollen diesen Austausch und die Beschäftigung junger Menschen mit der lokalen Wirtschaft nun noch weiter vertiefen. Regelmäßig dürfen die Schülerinnen und Schüler nun in einer Schulstunde eigenständig ihre Visionen und Vorstellungen erarbeiten. Und zwar mit möglichst wenig Einmischung der Lehrkräfte.

"Wir lassen uns überraschen", freut sich Wolfgang Förtsch, Schulleiter der Wirtschaftsschule Gunzenhausen, auf die Ergebnisse. Er wünscht sich, dass die Jugendlichen "einfach mal das Spinnen anfangen." Aus der Erfahrung weiß er, dass man gerade aus solchen Spinnereien am Ende eine konkrete Idee in der Hand hat.

Auch Markus Scharrer von der Mittelschule Weißenburg ist überzeugt, dass die Schüler am Ende spannende Ergebnisse im WIKO präsentieren können. "Wenn man ihnen diese Möglichkeit gibt, können sie sehr kreativ sein", weiß er. Scharrer sieht es zudem als Chance, die Lernkultur ein wenig zu verändern und das Selbstbewusstsein der Mittelschule zu stärken.

Immer wieder Bezug zur lokalen Wirtschaft

In Kontakt gekommen sind die Schulen mit dem Wirtschaftskompass über eine Ausschreibung des Landratsamts. Dass die Gunzenhausener Wirtschaftsschule nun an dem Projekt teilnimmt, passt für Wolfgang Förtsch gut in ihr Gesamtkonzept. "Praxisbezogene Arbeit und praxisbezogenes Unterrichten ist ein Wesenszug unserer Schule, wir haben an vielen Stellen immer wieder Bezug zur lokalen Wirtschaft."

Der Schulleiter freut sich nun darauf, dass sich nicht nur die Schülerinnen und Schüler mit den Unternehmen in der Region befassen, sondern die Unternehmen auch etwas über die Arbeitnehmer von morgen erfahren.

"Es ist eine richtig gute Idee, dass die Arbeitgeber erfahren: Wie tickt denn eigentlich so ein Jugendlicher? Diese Stimmen sollten gehört werden", findet Wolfgang Förtsch. Dem stimmt auch WIKO-Projektleiter Kevin Ruff zu: "Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, das, was die Schüler bewegt, zu thematisieren – gerade auch in dieser Zeit."

Die Ergebnisse der Unternehmens-Utopie aus der Projektklasse werden in der nächsten Ausgabe des Wirtschaftskompass Altmülfranken präsentiert – ein passendes "Forum für Gleichgesinnte, für Chancen statt Grenzen, für "Pack mer’s" statt "Des funktioniert eh ned" oder "Des hammer scho immer so gmachd", zitiert Ruff auf seinem Schlusswort der ersten WIKO-Ausgabe.

wt

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