Altmühlfrankens Wasserspeicher sind aufgefüllt

5.2.2021, 11:04 Uhr
Sonst ein Feldweg, aktuell sieht es aus wie ein Flusslauf. Der Schambach ist stellenweise ganz ordentlich über die Ufer getreten und hat das Landschaftsbild verändert. Die Altmühl kam aber nicht einmal über die erste Meldestufe hinaus.

Sonst ein Feldweg, aktuell sieht es aus wie ein Flusslauf. Der Schambach ist stellenweise ganz ordentlich über die Ufer getreten und hat das Landschaftsbild verändert. Die Altmühl kam aber nicht einmal über die erste Meldestufe hinaus. © Foto: Jan Stephan

"Wir hatten Glück, dass der Regen schön gleichmäßig gefallen ist. Da konnte einiges versickern", erklärte Roland Rösler, der beim Ansbacher Wasserwirtschaftsamt für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zuständig ist. Für die nächsten Tage sei eine Wetterstabilisierung vorhergesagt und dann werde es trockener. "Es ist also nicht zu erwarten, dass da jetzt noch was nachkommt", erklärt der Fachmann.

Größere Ausuferungen gab es in der Region eher an den kleinen Bächen. Etwa im Schambachtal, wo Wiesen geflutet wurden. Auch hier hielt sich aber alles im normalen Bereich und es kam zu keinen Schäden oder größeren Behinderungen.


Hochwasser 2018: Straßensperrungen an der Altmühl


Die Altmühl erreichte nicht einmal die erste Hochwassermeldestufe. "Das liegt auch daran, dass wir das abgepuffert haben, indem übergeleitet wurde", erklärte Rösler auf Anfrage. Über den Altmühlsee und den Überleiter wurde der Niederschlag in den Brombachsee gelenkt.

Brombachsee ordentlich gefüllt

Der ist damit inzwischen ordentlich gefüllt. Seit Anfang Februar stieg der Wasserstand um gut 60 Zentimeter, was gemessen an der Fläche des Sees eine beeindruckende Menge an Wasser bedeutet.

Derzeit liegt die Wasserfläche des Sees bei rund 408 Metern über Normalnull. Damit hat man noch 2,5 Meter Platz bis zum maximalen Stauziel. Somit können durchaus noch ein paar Winter- oder Frühjahrshochwässer aufgenommen werden.

Für das Grundwasser seien die vergangenen Tage sehr gut gewesen, bilanzierte Rösler. Der anhaltende Regen konnte gut ins Erdreich eindringen und die erschöpften Reservoirs auffüllen. Statt problematischem Hochwasser also sogar eine gute Nachricht für Natur und Landwirtschaft.

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