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U18-Wahl: Jugendliche wählen ihr Europa

In Bayern öffnen heute 280 Wahllokale, bundesweit sind es über tausend - 17.05.2019 14:14 Uhr

Im Schwabacher Jugendzentrum Aurex wählen Schüler der 7bM der Karl-Dehm-Mittelschule. © Jürgen Karg


Vor dem Spielzeugmuseum in Nürnberg flattern kleine Europa-Flaggen im Wind. Wer hier seine Stimme bei der Jugendwahl abgibt, erlebt eine echte Wahlsituation wie es sie auch am 26. Mai für die Erwachsenen gibt. „Wir haben drei Wahlkabinen und die Urne vom Wahlamt der Stadt ausgeliehen“, sagt Alexander Dittrich von der Politik-AG des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.

Gemeinsam mit dem Museum, der Katholischen Innenstadtkirchen und weiterer Beteiligter wurde zum ersten Mal ein Wahllokal zur U18-Wahl angemeldet. In einer Infoecke finden die Kinder und Jugendlichen Wissenswertes zu den Themen Europa und Europäische Union. „Zudem haben wir Spiele und Bücher zusammengesucht, die sich mit Europa auseinandersetzen. Ich war überrascht, was es da alles gibt“, sagt Eva Maria Steiner von den Katholischen Innenstadtkirchen. Und wer heute im Spielzeugmuseum wählt, erhält freien Eintritt und darf spielen, bis das Museum schließt.

Am Nürnberger Celtisplatz stellt das Partizipationsprojekt "laut!" ab 15.30 Uhr eine Wahlurne auf und lädt die jungen Menschen ein, ihr Kreuz für die Europa-Wahl zu machen. Auch weitere Jugendhäuser in Nürnberg verwandeln sich heute in Wahbüros. 

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U18-Wahl zur Europawahl

Die Kinder und Jugendlichen haben ihr Europaparlament gewählt. Neun Tage vor der Europawahl durften unter 18-Jährige bei der U18-Wahl ihre Stimme abgeben. In Bayern öffneten in Jugendzentren und Schulen 280 Wahllokale, in ganz Deutschland waren es mehr als tausend.


In Bayern beteiligen sich 280 Wahllokal an der Aktion, die vom Bayerischen Jugendring (BJR) koordiniert wird. Auch in Fürth, Erlangen, Forchheim, Neumarkt und weiteren Orten organisieren Jugendtreffs und Schulen die Wahl für unter 18-jährige. Die Wahlbüros sind auf www.u18.org zu finden. Die Redaktion in Schwabach kooperiert zum Beispiel mit dem Jugendzentrum Aurex, in dem einige Schulklassen abstimmen.

In Gunzenhausen lädt das Jugendzentrum zu einer Diskussion mit lokalen Politikern, bevor die Stimmzettel ausgeteilt werden. Diese sehen übrigens genauso aus wie die bei der Europa-Wahl. Nur die Zahlen fließen nicht in das Ergebnis mit ein. Nur die Zahlen fließen nicht in das Ergebnis mit ein.

Kurz nach 18 Uhr sind bereits erste Zahlen veröffentlicht worden, so votieren 29 Prozent der jungen Wähler  für die Grünen, dahinter liegen mit 15 Prozent die SPD und mit 12 Prozent  CDU/CSU. Bei sieben Prozent folgen Die Linke und  AfD. Vor fünf Jahren lagen CDU/CSU vorne, dahinter die SPD. Das Interesse an der Wahl war da allerdings geringer. Das endgültige Ergebnis wird erst in der nächsten Woche bekannt gegeben.

Wie bei den Erwachsenen wählen die Jugendlichen in Wahlkabinen. © Jürgen Karg


Das große Interesse an den U18-Wahlen zeigt nach Ansicht des Jugendrings, dass Kinder und Jugendliche durchaus wählen würden, wenn sie dürften. Der BJR fordert schon seit vielen Jahren, das Wahlalter für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen auf das 14. Lebensjahr herabzusenken.

  

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